Singapur (SID) - Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat 3600 Nachwuchsathleten aus 205 Nationen zu den ersten Olympischen Jugendspielen (14. bis 26. August) nach Singapur gerufen. In seiner Angst, dass ihm die Jugend davonläuft, will das IOC die 14- bis 18-Jährigen zwei Wochen lang im Olympischen Dorf mit den Werten Freundschaft, Respekt und Exzellenz konfrontieren. Die jungen Talente nehmen dies brav zur Kenntnis. Doch was sie wollen, sind vor allem Medaillen.

"Klar interessiert mich auch das, was uns hier angeboten wird. Aber ich will vor allem die Goldmedaille gewinnen", sagt Boxer Artur Brill, und fügt lächelnd hinzu: "Ich muss." Der 18 Jahre alte Kölner sieht sich als Federgewichts-Weltmeister seiner Altersklasse gefordert und brennt darauf, erster Jugend-Olympiasieger seiner Sportart zu werden: "Ich will hier Gas geben und gewinnen."

Weitspringerin Lena Malkus (Steinfurt) interessiert sich für vieles, was das IOC um ihren Wettkampf herum anbietet. "Aber natürlich will ich nach meinem 6,44 Meter von Moskau hier als Nummer eins der Weltrangliste gewinnen", sagt die 17-Jährige, die zuversichtlich ist, dass sie in Singapur erfolgreicher sein wird als Mutter Ruth als Volleyballerin 1984 mit Platz sechs bei Olympia in Los Angeles.

Auf Gold hoffen darf auch Diskuswerferin Shannice Craft. Die 17 Jahre alte Mannheimerin ist mit 54,98m international ebenfalls Nummer eins ihrer Altersklasse: "Klar will ich gewinnen aber die Konkurrenz kann überraschen."

Unverhohlen sagt der fast zwei Meter langer Ruderer Felix Bach (18), frischgebackener Junioren-Weltmeister aus Potsdam: "Ich bin hierher gekommen, um wieder zu gewinnen. Auch Judith Sievers kann wie bei der Junioren-WM wieder Gold holen."

Als Jüngste des Teams sagt die aus Russland stammende Jana Berezko-Marggrander (Linkenheim-Hochstätten/14), Dritte bei der Jugend-EM in der Rhythmischen Sportgymnastik: "Ich habe keine Ahnung wie stark die Konkurrenz aus dem Ausland ist, und deshalb keine konkreten Erwartungen."

Bach: "Investition in die Zukunft"