Frankfurt/Main (SID) - Ungeachtet der weiter offenen K-Frage hat sich Bundestrainer Joachim Löw für eine Fortsetzung der Nationalmannschaftskarriere von Michael Ballack stark gemacht. "Er war bis zu seiner Verletzung immer Leistungsträger der Nationalelf, daran gibt es doch gar keinen Zweifel. Er hat nie das Spiel gestört oder gebremst, sondern ganz im Gegenteil sehr oft gute Leistungen gebracht", sagte der 50-Jährige im Interview mit dem kicker.

Löw rechnet damit, dass der 33 Jahre alte Mittelfeldspieler bei seinem neuen Klub Bayer Leverkusen in den kommenden Wochen zur Höchstform auflaufen wird. "Michael hat sich bei einem Topverein wie Chelsea über Jahre hinweg durchgesetzt, hat regelmäßig gespielt und körperlich einen guten Eindruck hinterlassen. Ich denke, er wird nun auch in Leverkusen eine gute Rolle spielen", sagte Löw.

Machtkampf um Binde schwelt weiter

Offen bleibt weiterhin die Frage, wer die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zum Start der EM-Qualifikation am 3. September in Belgien als Kapitän auf den Platz führen wird. Der Machtkampf zwischen Capitano Ballack und WM-Kapitän Philipp Lahm schwelt, doch Bundestrainer Löw will sich weiterhin nicht vom öffentlichen Druck zu einer Entscheidung drängen lassen.

"Ich habe die Diskussion in keiner Weise begonnen und lasse mich auch nicht von außen treiben, unter Druck setzen oder beeinflussen. Ich zögere auch nicht. Ich weiß, was zu tun ist. Ich weiß es", sagte Löw und betonte: "Ob das die Kapitänsdiskussion ist oder die jetzt auch wieder gestellte Frage nach den Torhütern: Ich gebe unsere Entscheidungen zu einem Zeitpunkt bekannt, wenn ich das für richtig halte."

Bevor mit den ersten Spielen der EM-Qualifikation in Belgien und gegen Aserbaidschan in Köln am 7. September laut Löw für die Nationalmannschaft eine neue Zeitrechnung beginnt, blickte der Bundestrainer noch einmal zurück auf die starken Leistungen seines Teams bei der WM in Südafrika. Vor allem der vom spanischen Rekordmeister Real Madrid heftig umworbene Mittelfeldspieler Mesut Özil sowie WM-Torschützenkönig Thomas Müller waren für Löw die herausragenden deutschen Spieler.

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