Köln (SID) - Mesut Özil setzt beim spanischen Rekordmeister Real Madrid die deutsche Tradition fort. Der Nationalspieler ist der acht Deutsche, der für die "Königlichen" auflaufen wird. Erst Ende Juli war Sami Khedira vom VfB Stuttgart nach Madrid gewechselt. Damit stehen erstmals seit 1976 wieder zwei Deutsche gleichzeitig im Real-Aufgebot.

Mit Günter Netzer fing 1973 alles an. Nach dem legendären DFB-Pokal-Finale gegen den 1. FC Köln (2:1) verließ der Spielmacher Borussia Mönchengladbach - er wurde mit Madrid zweimal Meister und zweimal Pokalsieger. Zwei Jahre spielte er bei Real an der Seite von Paul Breitner, der nach der WM 1974 nach Spanien wechselte.

Die meisten Spiele für die Königlichen hat aber ein anderer absolviert: Ulli Stielike kam von 1977 bis 1985 auf 215 Einsätze in der Liga und insgesamt 41 Tore. Der Europameister von 1980 wurde mit Real dreimal Meister und 1985 UEFA-Cup-Sieger. Bernd Schuster kehrte nach zwei Meistertiteln als Spieler sogar noch einmal als Trainer zurück und wurde erneut Meister (2008).

Die größten Erfolge in Madrid feierte Bodo Illgner. Der Weltmeister von 1990 gewann mit Real die Champions League (1998, 2000) und den Weltpokal (1998).