Dortmund (SID) - Die Euphorie ist spürbar, die Erwartungen riesig. Deshalb lässt Vereins-Boss Hans-Joachim Watzke keinen Zweifel an der Bedeutung des ersten internationalen Pflichtspiels von Borussia Dortmund seit zwei Jahren. "Wir müssen klar festhalten: Die wichtigsten Begegnungen für den BVB in naher Zukunft sind diese Play-off-Spiele", sagt der Geschäftsführer vor ersten Duell mit den Nobodys von Qarabag Agdam aus Aserbaidschan am heutigen Donnerstag (21.05 Uhr/ZDF live) um den Einzug in die Gruppenphase der Europa League. Und Trainer Jürgen Klopp ergänzt: "Wir spüren, dass etwas Wichtiges, für den Verein Großes ablaufen wird."

Zwei Jahre nach dem unglücklichen Erstrunden-Aus im UEFA-Cup im Elfmeterschießen gegen Udinese Calcio planen die Westfalen den Beginn einer neuen Europacup-Ära. "Es geht zum einen darum, unsere Visitenkarte international wieder abzugeben. Zum anderen geht es nach zwei Jahren, in denen wir durchgehend gesät haben, aber auch darum zu ernten. Ernten in Form von zusätzlichen Millionen, die wir einspielen, um dann den nächsten Schritt zu machen", betont Watzke in einem Interview in den Ruhr Nachrichten.

Rund fünf Millionen Euro an Zusatzeinnahmen winken dem Champion-League-Gewinner von 1997 allein in der Gruppenphase. Doch vor der Ernte haben die Fußball-Götter den Schweiß gesetzt. Trainer Jürgen Klopp will von einer vermeintlich leichten Aufgabe gegen den viermaligen aserbaidschanischen Meister und Pokalsieger von 2009 nichts wissen.

Klopp glaubt an Erfolg

"Die schlechte Nachricht ist: Diese Jungs können richtig Fußball spielen. Aber da wir ja auch ein bisschen kicken können, glauben wir schon, dass wir diese Herausforderung erfolgreich bestreiten", ergänzt Klopp, der den Gegner mehrfach beobachten ließ. "Wer in der Runde zuvor Wisla Krakau ausschaltet, ist sportlich ernst zu nehmen."

Co-Trainer Peter Krawietz fasste die Stärken von Qarabag wie folgt zusammen: "Sie ist konterstark und verfügen über schnelle, flinke Außenstürmer." Sechs Akteure zählen zum aktuellen Kader von Aserbaidschans Nationaltrainer Berti Vogts, der in Dortmund auf der Tribüne sitzen wird, um sich vor dem Start der EM-Qualifikation (am 7. September gegen Deutschland) von der Form seiner Schützlinge zu überzeugen.

Dennoch sagt BVB-Präsident Reinhard Rauball: "Die Aufgabe ist machbar, wir müssen sie nur lösen." Am Besten mit einem deutlichen Heimsieg, um entspannt zum Rückspiel am nächsten Donnerstag (18.00 Uhr) ins 4700km entfernte Baku zu reisen.