Posen (SID) - Fünf Vorlaufsiege, vier Halbfinalerfolge, sechs Finalteilnahmen: Die deutschen Kanuten haben bei den Weltmeisterschaften im polnischen Posen einen erfolgreichen Auftakt gefeiert. Bei äußerst schwierigen Windverhältnissen auf dem Malta-See zogen sechs der sieben gestarteten Boote der erfolgsverwöhnten Flotte des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) in die Finals über 1000m ein. Einziger Wermutstropfen war das überraschende Halbfinal-Aus von Erik Leue/Thomas Lück (Magdeburg/Neubrandenburg) im Zweiercanadier.

"Der Auftakt ist bis auf den C2 gelungen. Die Boote sind bravourös ins Finale eingezogen", sagte DKV-Sportdirektor Jens Kahl nach dem WM-Auftakt über den Kilometer.

Titelverteidiger Max Hoff (Köln) bot im Einerkajak bei seinen Siegen im Vorlauf und im Halbfinale unterdessen eine souveräne Leistung. Im Halbfinale hatte er 3,512 Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Franzosen Maxime Beaumont.

Auch der Viererkajak der Männer ließ sich vom welligen Wasser nicht aus der Ruhe bringen und schürte durch seinen Vorlauferfolg Medaillenhoffnungen. Das gilt nach ihrem Halbfinalsieg auch für die in dieser Saison noch ungeschlagenen Olympiasieger Martin Hollstein/Andreas Ihle (Neubrandenburg/Magdeburg) im Zweierkajak. Ebenfalls im Halbfinale erfolgreich waren der deutsche Meister Sebastian Brendel (Potsdam) im Einercanadier und Franziska Weber (Potsdam) im Einerkajak.

Finals finden am Samstag statt

Carolin Leonhardt/Silke Hörmann (Mannheim/Karlsruhe) genügte hingegen im Vorlauf im Zweierkajak ein zweiter Platz zur Endlaufteilnahme. Die Finals über 1000m werden am Samstag ausgetragen.

Leue/Lück werden dann nur im B-Finale vertreten sein. Schon im Vorlauf hatte das Duo als Sechster große Probleme. Im Halbfinale belegten sie Platz vier, 1,596 Sekunden fehlten zum fest eingeplanten Finaleinzug. Im vergangenen Jahr bei den Weltmeisterschaften im kanadischen Dartmouth hatte Leue mit Tomasz Wylenzek (Essen) noch den Titel gewonnen.