Gelsenkirchen (SID) - Gegenwind für Schalke-Macher Felix Magath: Der schwelende Streit zwischen den Fans und dem Erfolgstrainer der Königsblauen hat Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies auf den Plan gerufen. "Ich mache mir Sorgen um Schalke", sagte Tönnies, der alle Beteiligten an an Tisch holen will. Auslöser der Zwistigkeiten ist die Absetzung des langjährigen Fanbeauftragten der Königsblauen, Rolf Rojek.

Magath hat unterdessen seinen Führungsstil auf einer Pressekonferenz beim Vizemeister verteidigt. "Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass wir uns jetzt vor dem Saisonstart die Köpfe einschlagen", sagte der 57-Jährige: "Ich kann die Befürchtungen der Fans nicht verstehen oder nachvollziehen."

Tönnies: Magaths Führungsstil keine "Diktatur"

Auch Tönnies verteidigte die Stellung von Magath "auf Schalke". "Ich habe Felix Magath vor etwas mehr als einem Jahr hierher geholt, damit er die Karre aus dem Dreck zieht. Dass ich ihn dabei mit einer großen Machtfülle ausgestattet habe, war damals von allen Beteiligten gewollt. Felix Magath hat einen autoritären Führungsstil, das ist auch für mich manchmal nicht einfach, hat aber nichts mit Diktatur zu tun. So etwas zu behaupten ist albern", sagte der Unternehmer aus Rheda-Wiedenbrück.

Magath stellte im Vorfeld des Bundesliga-Auftakts klar: "Man hat mich gebeten, den Verein umzustrukturieren, denn vor über einem Jahr war Schalke in einer existenziellen Krise. Ich habe auch damals nie etwas anderes gesagt, als dass ich zwar nach Erfolg strebe und mit dem FC Schalke deutscher Meister werden will, aber der Verein erst einmal auf eine gesunde Basis gestellt werden muss. Wenn man das nicht mehr wünscht, bin ich der falsche Mann."

Fanbeauftragter Rojek trat zurück

Der langjährige Fanbeauftragte Rojek war am Mittwoch von seinem Posten zurückgetreten. Der 55-Jährige war in der vergangenen Woche vom Vereinssprecher Dittrich telefonisch darüber informiert worden, dass Rojek nicht mehr diesen Posten ausüben könne, da er "nicht beim Verein angestellt sei und ein Interessenkonflikt zwischen seiner Tätigkeit als Fanbeauftragter und Vorsitzender des Schalker Fan-Club Verbandes" bestünde.