Stuttgart (SID) - Die Tragödie bei der Duisburger Loveparade mit 21 Toten hat auch Auswirkungen auf die Sicherheitskonzepte der Bundesligisten. Bei der Klausur der Sicherheitsbeauftragten der Klubs und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Stuttgart wurde beschlossen, dass die Vereine ihre Konzepte für den Fall einer Massenpanik überarbeiten sollen.

"Alle Sicherheitsbeauftragten sind mit der Maßgabe nach Hause gefahren, die Konzepte auch in Hinblick auf eine mögliche Panik kritisch zu hinterfragen", sagte der DFB-Sicherheitsbeauftragte Helmut Spahn auf der Verbands-Homepage (www.dfb.de): "Wir müssen die infrastrukturellen und organisatorischen Rahmenbedingungen schaffen, die eine Panik unwahrscheinlich machen. Aber klar ist auch, dass eine Panik der letzte Unsicherheitsfaktor ist. Wenn Menschen in Panik geraten und nicht mehr rational reagieren, sind sie kaum noch steuerbar."

Trotz dieser Gefahren schätzt Spahn das Risiko einer Panik im Stadion als gering ein. "Es wäre nicht seriös zu sagen, dass so etwas beim Fußball völlig ausgeschlossen ist. Ich behaupte aber, dass es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht passieren wird", erklärte der 49-Jährige: "Die Veranstaltungen sind nicht zu vergleichen. Ein Fußballspiel findet in einem begrenzten und von der Infrastruktur her genau auf dieses Event angepassten Raum statt. Ganz entscheidend ist, dass beim Fußball die Zuschauerzahl begrenzt ist, weil mit Tickets gearbeitet wird."