Zürich (SID) - Zwei Siege, vier weitere Podiumsplätze und zahlreiche Top-Resultate: Eine starke DLV-Riege hat beim Diamond-League-Meeting in Zürich aufgetrumpft und knapp drei Wochen nach den erfolgreichen Europameisterschaften den DLV auch auf Weltklasse-Niveau glänzend vertreten.

Diskus-Weltmeister Robert Harting und Speerwerferin Christina Obergföll bescherten dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) beim vorletzten Event der 14 Veranstaltungen umfassenden Serie die ersten Erfolge seit neun Stationen. Weitere Podestplätze holten Weitsprung-Europameister Christian Reif (Ludwigshafen) und Hürdensprinterin Carolin Nytra (Bremen) jeweils als Zweite sowie mit ihren dritten Plätzen Speerwurf-Europameisterin Linda Stahl (Leverkusen) und Stabhochspringerin Silke Spiegelburg (Leverkusen). Über 100m war Europameisterin Verena Sailer (Mannheim) indes chancenlos.

Harting spürt Genugtuung

Zweieinhalb Wochen nach seinem EM-Silber von Barcelona war der Triumph über Europameister Piotr Malachowski für Harting ein besonders süßer Erfolg. "Das ist echte eine Genugtuung. Ich habe mich an Malachowskis Leistung aufgepushed und ihn endlich mal wieder geschlagen", sagte der 25-Jährige nach seinem Siegwurf auf 68,64m.

Unmittelbar vor Hartings bester Weite hatte Malachowski im fünften Versuch 68,48m vorgelegt. "Das hat mich zusätzlich motiviert, denn ich wusste, dass ich weiter werfen kann", so der gebürtige Cottbuser, der sich seinem Erzrivaklen bei der EM noch um 40 Zentimeter geschlagen geben musste. Der Gesamtsieg in der Diamond-League-Wertung, der mit 40.000 Dollar sowie einer edlen Diamanten-Trophäe dotiert ist, war dem Polen allerdings nicht mehr zu nehmen. Harting wurde Gesamt-Vierter.

Speerwerfer Obergföll siegt mit Jahresbestleistung

Christina Obergföll steigerte ihre Jahresbestleistung auf 67,31m und verwies Weltrekordlerin Barbora Spotakowa aus Tschechien (65,34) auf Platz zwei. Dritte wurde Europameisterin Linda Stahl aus Leverkusen mit 63,30m. "Es war schon immer ein Traum von mir, in Zürich zu werfen. Und jetzt gewonnen zu haben, ist einfach großartig. Das war noch einmal eine tolle Weite, wie ich sie mir gewünscht habe", sagte Obergföll.