Singapur (SID) - Die Zukunft von Jugend-Olympia gilt aus Sicht hochrangiger Sportfunktionäre schon bei Halbzeit als gesichert. IOC-Präsident Jacques Rogge sagt sogar: "Die Wettkämpfe inspirieren das große Olympia, dem ein Element Spaß gut tun würde. Wir werden sehen, was wir nach Singapur dort verändern können." Sein Vize Thomas Bach ist beim Wettstreit der 3600 Jugendlichen aus 205 Nationen sicher: "Das Konzept von Sport, Gemeinschafts-Erlebnis und Kulturprogramm ist glänzend aufgegangen."

Für Michael Vesper, Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), stellt vor dem Ende der gut 220 Millionen Euro teuren Nachwuchsspiele fest: "Man kann jetzt schon sagen: Singapur war die gelungene Welturaufführung von Jugend-Olympia. Das Ziel, den Olympismus stärker unter die Jugend zu bringen, ist erreicht."

Bach zuckt die Schultern über Grundstücksärger

Bach verspürte ansonsten "viel positive Resonanz aus IOC-Kreisen" für den Olympia-Kandidaten München 2018: "Singapur brachte einen Fortschritt. Katarina Witt und Willi Bogner ist es gelungen, das Konzept sympathisch rüberzubringen."

Der Grundstücksärger in Garmisch-Partenkirchen löst laut Bach im IOC nur Schulterzucken aus. Es werde zu sehr dramatisiert: "Wie sechs Monate vor der Fußball-WM, als viele die deutschen Stadien wegen mangelnder Sicherheit abreißen wollten. Nachher wurde kein Wort mehr darüber geredet."

Jugendspiele nur an kleinere Länder

Bach, der das Ticketproblem und viele leere Ränge als einzigen Negativ-Punkt in Singapur sieht, wendet sich gegen des wachsenden Gigantismus' der Jugendspiele, deren "Präsentation und Größenordnung" vom IOC sorgfältig analysiert werde. Bach: "Meine Formel wäre, Jugendspiele nach Nanjing 2014 nur an Länder zu vergeben, die nicht das große Olympia ausrichten können."