Posen (SID) - Die deutschen Kanuten liegen bei den Weltmeisterschaften im polnischen Posen weiter auf Erfolgskurs. Nach dem gelungenen Auftakt über den Kilometer demonstrierte der Deutsche Kanu-Verband (DKV) auch über 500m seine Stärke. Sechs der insgesamt sieben gestarteten DKV-Boote zogen auf dem Malta-See in die Finals am Sonntag ein. Mit fünf Vorlauf- und zwei Halbfinalsiegen untermauerte die deutsche Flotte zudem ihre Medaillenambitionen. In den acht Finals über 1000m am Samstag sind unterdessen sieben DKV-Boote vertreten.

"Die Pflichtaufgaben sind erfüllt. Die Konkurrenz ist aber stark zusammengerückt. In den Finals wird es eng", sagte Bundestrainer Reiner Kießler.

Zweiercanadier nur auf letztem Platz

Einziger Wermutstropfen war das überraschende Vorlauf-Aus von Tomasz Wylenzek/Chris Wend (Essen/Magdeburg) im Zweiercanadier. Das Duo hatte bei guten äußeren Bedingungen den letzten Platz belegt und sorgte dadurch bei Sportdirektor Jens Kahl für Frust. "Es ist etwas ärgerlich, dass wieder eine Fehlstelle dabei ist. Dass sie es nicht einmal eine Runde weiter geschafft haben, ist schon bedenklich", meinte Kahl.

Besser lief es dagegen für den Rest des deutschen Teams. Weltmeister Max Hoff (Köln) feierte im Einerkajak über 500m ebenso Erfolge im Vorlauf und im Halbfinale wie auch die viermalige Kajak-Olympiasiegerin Katrin Wagner-Augustin (Potsdam). "Das ist perfekt. So kann es in den Finals weitergehen", sagte Wagner-Augustin.

Olympiasieger Hollstein und Ihle auch im Finale

Dem Viererkajak der Frauen genügte wie Carolin Leonhardt/Silke Hörmann (Mannheim/Karlsruhe) im Zweierkajak ein Vorlaufsieg zum Einzug in den Endlauf.