Köln (SID) - Die Stucks drehen wieder am Rad. Vater Hans-Joachim ist nach Unfall-Pech und Kopfoperation im Alter von 59 Jahren heiß aufs Comeback, Sohn Johannes fiebert bereits seinem "Heimspiel" im ADAC-GT-Masters auf dem Nürburgring (26. bis 29. August) entgegen. Der 24-Jährige darf dabei einen Traumwagen fahren, den Ferrari 430 Scuderia GT3.

Ratschläge gibt der berühmte Senior selten. "Ich weiß noch ganz genau, wie sehr ich mich bei meinem Vater darüber aufgeregt habe. Das ist zum einen Ohr rein- und zum anderen wieder rausgegangen", sagte Hans-Joachim Stuck dem SID. Und daraus hat er seine Lehren gezogen: "Ich habe meinen Söhnen nur gesagt: Ich halte mich mit meinen Tipps zurück. Wenn ihr was braucht, dann kommt's halt zu mir."

Der Vater als ganz normaler Teamkollege

Sein Vater sei zunächst skeptisch gewesen, was die Karriere als Rennfahrer anging, sagte Johannes Stuck. Trotzdem habe er alles in die Wege geleitet: "Für mich war mein Vater erster Ansprechpartner und Berater. Bei den Rennen, die wir gemeinsam bestreiten, ist er für mich mehr als nur ein ganz normaler Teamkollege."

Stuck erholt sich derzeit zu Hause von einer Operation, bei der ihm ein Hämatom am Kopf entfernt worden war. Ursache war ein Unfall auf dem Nürburgring vor einigen Wochen gewesen. Am Freitag sind die Fäden gezogen worden, die Reha verläuft planmäßig. Stuck: "Ich bin jeden Tag eine halbe Stunde wandern, dazu kommt noch eine Stunde Büroarbeit."

Johannes Stuck mit dem Ferrari am Limit

Wenn alles gutläuft, wird er bereits in der kommenden Woche auf den Nürburgring zurückkehren - aber nur als Zuschauer und nicht als Rennfahrer. "Das habe ich mir ganz fest vorgenommen", sagt Stuck, der Sohn Johannes die Daumen drückt. Sorgen um den Filius muss er sich dabei nicht machen: "Der Hannes hat ja bewiesen, dass er es kann."