München (SID) - Bastian Reinhardt, neuer Sportchef beim Bundesligisten Hamburger SV, hat sich die öffentlichen Bewertungen des Investors Klaus-Michael Kühne der neu verpflichteten HSV-Profis verbeten. "Wir lassen uns mit Sicherheit nicht reinreden, was wir mit unseren Spielern machen. Er macht uns mit seinen Äußerungen natürlich das Leben nicht einfacher", sagte der Ex-Profi am Sonntag im TV-Sender Sport1.

Der in der Schweiz lebende Hamburger Unternehmer hatte in einem Interview die Verpflichtung eines weiteren Mittelfeldspielers gefordert und im gleichen Atemzug die Qualitäten mehrere Neuzugänge infrage gestellt. Der 73 Jahre alte Milliardär hatte den Hanseaten im Rahmen des Investorenmodells "Anstoß hoch drei" 15 Millionen Euro zur Verfügung gestellt und dafür die Beteiligung an den Transferrechten mehrerer Profis erhalten.

Diese Vereinbarung hielt der HSV-Vorstand ungeachtet lautstarker Kritik bei einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung aufrecht. Vereinsboss Bernd Hoffmann versicherte bei der Vorstellung des Deals, Kühne werde sich nicht in die Transferpolitik des Klubs einmischen.