Genua (SID) - Auslaufmodell Markus Rosenberg und Claudio Pizarro haben Werder Bremen zum siebten Mal in die Champions League geschossen und nach dem Wechsel von Mesut Özil zu Real Madrid die nächste Millionen-Einnahme gesichert. Bis in die Nachspielzeit schien Werder beim 2:3 (1:3, 0:2) nach Verlängerung bei Sampdoria Genua bereits gescheitert, dann schoss Rosenberg die Bremer in die Verlängerung (90.+3), wo Pizarro der entscheidende Treffer gelang (100.). Den schwedischen Nationalspieler Rosenberg wollten die Norddeutschen eigentlich unbedingt verkaufen, nur mangels Alternativen kam er ins Spiel.

Damit dürften die Hanseaten Einnahmen in Höhe von 15 Millionen Euro sicher haben, etwa die Summe hatte in der Vorwoche der Verkauf von Nationalspieler Özil eingebracht. Das Bremer Weiterkommen ist für die ganze Bundesliga wichtig, kämpft sie doch in der Fünfjahres-Wertung ausgerechnet gegen Italien um einen vierten Champions-League-Platz.

Trainer Schaaf sichtlich erleichtert

"Wir alle sind sehr froh", sagte Trainer Thomas Schaaf erleichtert: "Ich weiß nicht, warum wir das immer so spektakulär machen müssen. Das war wieder eine besondere Nummer heute. Nach 13 Minuten waren wir so in Not, Gott sei Dank konnten wir uns befreien."

Genua, das zuvor noch nie gegen eine deutsche Mannschaft im Europacup gescheitert war, hatte sich nach einem Doppelschlag von Giampaolo Pazzini (8./13.) und einem Hackentor von Antonio Cassano (85.) bereits sicher in der Königsklasse gewähnt. Es wäre die erste Teilnahme Sampdorias gewesen.

Vorsprung nach 13 Minuten verspielt

Den Vorsprung aus dem Hinspiel hatte Werder in einer ähnlich desolaten ersten Halbzeit wie beim 1:4 zum Bundesliga-Auftakt in Hoffenheim nach nur dreizehn Minuten aufgebraucht. Pazzini, der schon im Weserstadion den Anschlusstreffer in der Schlussminute erzielt hatte, verwandelte das mit 36.536 Zuschauern ausverkaufte Stadion Luigi Ferraris mit einem Doppelschlag in ein Tollhaus. Zunächst nutzte er einen Stellungsfehler Petri Pasanens per Kopf, dann einen von Clemens Fritz mit einer sehenswerten Direktabnahme. Nationaltorhüter Tim Wiese sah beim ersten Gegentor nicht gut aus, beim zweiten war er machtlos.