Kayseri (SID) - Mit einem Überraschungssieg haben die deutschen Basketball-Youngster den Grundstein für den Einzug ins Achtelfinale der WM in der Türkei gelegt. Nur einen Tag nach dem unglücklichen 74:78 gegen den Weltranglisten-Ersten Argentinien zum Auftakt der WM-Vorrunde besiegte die Mannschaft von Bundestrainer Dirk Bauermann nach einer abermals starken Vorstellung Vize-Europameister Serbien mit 82:81 (69:69, 37:35) nach zweimaliger Verlängerung.

"Dieser Sieg ist sensationell. Wie die Mannschaft heute zurückgekommen ist, war schon bemerkenswert. Das war der spektakulärste und wohl wichtigste Sieg seit dieses Team zusammenspielt", sagte Bauermann.

Matchwinner war letztlich Jan-Hendrik Jagla mit einem spektakulären "Dreier" 63 Sekunden vor Schluss zum 82:77. "Wir haben bis zum letzten Ball gekämpft, immer an uns geglaubt. Das Team hat eine tolle Entwicklung gemacht, jetzt können wir auch solche Spiele gewinnen", sagte Jagla. Mit breiter Brust kann das DBB-Team am Donnerstag (18.00 Uhr/Sport1 live) in das Spiel gegen Australien gehen.

DBB-Team mit viel Moral und Disziplin

Erneut konnte die DBB-Auswahl vor 3000 Zuschauern in Kayseri gegen die Serben, die ihre erste Gruppen-Begegnung nahzu ohne Widerstand mit 94:44 gegen schwache Angolaner gewonnen hatten, bis zur Halbzeit offen gestalten. Mit viel Moral und Disziplin machte das jüngste Turnier-Team den Serben das Leben schwer und ließ sich auch durch zwischenzeitliche Rückstande nicht aus dem Rhythmus bringen.

Angeführt von den beiden Oldies im Team, Jan-Hendik Jagla und Demond Greene, kompensierte die DBB-Auswahl auch ungeahnte Reboundschwächen. 19:9 lautete die Halbzeitbilanz zugunsten des Gegners mit seinen ausgebufften und Europaleague erprobten Strategen.

Vermisst wurden jedoch besonders der künftige NBA-Center Nenad Krstic von den Oklahoma City Thunder, der nach einer üblen Massenschlägerei beim WM-Test am 18. August gegen Griechenland nach einem brutalen Stuhlwurf vom Weltverband FIBA für drei und Aufbauspieler Milos Teodosic von Olympiakos Piräus für zwei Länderspiele gesperrt wurde.