Köln (SID) - Matthias Sammer, Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), hat nach dem überzeugenden Auftritt der Nationalmannschaft bei der WM in Südafrika vor Nachlässigkeiten bei der Nachwuchsarbeit gewarnt. "Der größte Fehler wäre es, sich jetzt selbstzufrieden zurückzulehnen", wird der Europameister von 1996 in einem Interview auf der Verbandsseite dfb.de zitiert.

England, Italien und Frankreich hätten bei der WM enttäuscht. Aber das sei nur eine Momentaufnahme. "Wir dürfen uns daher nicht blenden lassen", so Sammer. Die Europameistertitel der U19 2008 sowie der U17 und U21 im vergangenen Jahr "waren Markierungen auf unserem Weg", dessen Ende noch nicht erreicht sei.

Differenzierte Ausbildungszweige

Um eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit zu gewährleisten, wünscht sich Sammer mehr ehemalige Nationalspieler im Trainerbereich. Der ehemalige Profi von Borussia Dortmund plädiert für einen alternativen Trainerlehrgang, der den Bedürfnissen der Teilnehmer mehr entspricht, um "herausragende Akteure, die dem Fußball viel gegeben haben" für eine Ausbildung zu gewinnen.

Weiterhin wolle man differenzierte Ausbildungszweige für Torwart- und Fitnesstrainer anbieten. Auch die finanziellen Anreize für Nachwuchstrainer müssten möglicherweise erhöht werden.