Köln (SID) - Trotz des überzeugenden Siegs gegen Serbien können die deutschen Basketballer bei der WM in der Türkei nicht mehr über die Vorrunde hinauskommen. Nach der Niederlage gegen Angola hat die Abschlussbegegnung gegen Jordanien nur noch statistischen Wert. Im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst sucht Bundestrainer Dirk Bauermann Gründe für das vorzeitige Aus und spricht die Enttäuschung stellvertretend für das ganze Team aus

Frage: "Dirk Bauermann, schon einen Spieltag vor Ende der Vorrunde stand fest: Für die deutschen Basketballer ist die WM in der Türkei beendet. Die Spieler waren nach dem bitteren Rückschlag am Boden zerstört ..."

Dirk Bauermann: "Sie saßen in der Kabine und haben Rotz und Wasser geheult. Und auch für mich ist das einer der bittersten Momente in meinen sechs Jahren als Bundestrainer. Nur nach dem verlorenen Finale 2005 war ich ähnlich traurig. So ein WM-Aus hat diese Mannschaft nicht verdient. Heute und morgen tut das noch weh, aber die jungen Spieler haben noch ein Übermorgen."

Frage: "Wie ist diese Niederlage in der Verlängerung zu erklären, in einem Spiel, das in der regulären Spielzeit schon fast gewonnen schien?"

Bauermann: "Es ist einiges schief gelaufen. Wir hatten Ballverluste, die wehgetan haben. Die Angolaner hingegen haben glückliche Dreier verwandelt, und plötzlich macht sich die Angst vor einer Niederlage breit. Es ist bitter für die junge Mannschaft, so dicht vor der Ziellinie gescheitert zu sein."

Frage: "Im letzten Jahr das Vorrunden-Aus bei der EM in Polen, jetzt wieder frühzeitig gescheitert. Wo steht diese neuformierte deutsche Mannschaft?"

Bauermann: "Insgesamt haben die Spieler in diesem Sommer gut und hart gearbeitet. Sie haben den nächsten Schritt gemacht, auch wenn sie das gesteckte Ziel nicht erreicht haben. Sie haben auf allerhöchstem Niveau viel gelernt, und ich hoffe, dass sie sich nun in ihren Klubs weiterentwickeln. Wir kommen ja erst wieder in einem Jahr zusammen."