München (SID) - Seit der WM 1990 in Italien ruft Deutschland ihn "Diego", 1984 und 1992 holte er mit dem VfB Stuttgart die Meisterschaft: Wenn Guido Buchwald heute seinen 50. Geburtstag feiert, blickt der 76-malige Nationalspieler auf eine erfolgreiche Karriere zurück.

Unvergesslich bleibt sein Auftritt im WM-Finale gegen Argentinien (1:0). Teamchef Franz Beckenbauer hatte den klassischen Vorstopper auf Diego Maradona angesetzt. Und diese Aufgabe löste Buchwald weltmeisterlich. Nachdem Maradona im Turnier etliche Manndecker verschlissen hatte, fand der Superstar in Buchwald seinen Meister.

Maradona: "Du schon wieder"

"Y de nuevo tu por aca", soll Maradona nach dem x-ten Tackling zu seinem "Schatten" gesagt haben - "Du schon wieder". Buchwald ließ dem Kopf der argentinischen Mannschaft keinen Zentimeter Platz zur Entfaltung, stand Maradona förmlich auf den Füßen und hatte somit maßgeblichen Anteil am Titelgewinn. "Danke Guido, danke für alles", sagte Beckenbauer in der Kabine zu ihm: "Es war Guidos siebte Weltklasseleistung im siebten WM-Spiel."

Seinen Spitznamen "Diego" verdankt Buchwald angeblich seiner Leistung im WM-Finale. Andere behaupten, Kommentator Gerd Rubenbauer hätte den Namen während des WM-Achtelfinals gegen die Niederlande etabliert. Doch Buchwald selbst weiß anderes zu berichten: "In Wahrheit ist Klaus Augenthaler der Namensgeber. Er nannte mich schon während der Vorrunde Diego. Ich glaube, ihm imponierte eine Finte in einem gewöhnlichen Trainingsspielchen."

Zweimaliger Deutscher Meister mit dem VfB

Nach dem Weltmeistertitel folgte 1992 ein weiteres sportliches Highlight. Mit dem VfB Stuttgart gewann er nach 1984 seine zweite deutsche Meisterschaft. Im letzten Saisonspiel köpfte Buchwald kurz vor Spielende den VfB zum Sieg und sicherte den Schwaben somit den vierten Meistertitel der Vereinsgeschichte.