Berlin (SID) - Meistermacher Svetislav Pesic kehrt vorerst nicht zurück, dafür soll der Israeli Muli Katzurin Alba Berlin zu neuen Höhenflügen verhelfen. Der 56-Jährige ist neuer Cheftrainer des kriselnden Basketball-Bundesligisten und wird bereits am Donnerstag im Eurocup gegen Panellinios Athen an der Seitenlinie stehen. Der Vertrag läuft bis zum Saisonende.

"Ich freue mich sehr auf Berlin und meine Aufgabe bei Alba. Ich verfolge den Verein seit vielen Jahren, er ist eine der führenden Organisationen in Basketball-Europa", sagte Katzurin. Es sei eine große Herausforderung für ihn, den Klub zum Erfolg zu führen.

Erst am Freitag hatte sich Alba von Luka Pavicevic getrennt. Der einstige Serienmeister aus der Hauptstadt liegt in der Bundesliga-Tabelle derzeit weit hinter Spitzenreiter Bamberg auf Platz vier und war zudem im Dezember bei der 52:103-Niederlage von den Franken gedemütigt worden.

Katzurin "absoluter Wunschkandidat"

Alba-Geschäftsführer Marco Baldi betonte, man habe mit Katzurin den absoluten Wunschkandidaten verpflichtet. Jetzt gilt es, sich schnellstmöglich neu auszurichten und zu attackieren, mit dem Ziel, das Beste aus unseren Möglichkeiten herauszuholen", sagte Baldi.

Am Wochenende hatten sich Fans und sogar Spieler für eine Rückkehr von Trainer-Ikone Pesic stark gemacht. "Ich schätze ihn als Trainer sehr. Er hat eine einzigartige Erfolgsserie. Wenn er im Sommer käme, wäre das klasse", sagte Nationalspieler Sven Schultze. Pesic hatte Alba von 1997 bis 2000 allein viermal in Folge zur Meisterschaft geführt. Zudem besitzt der Serbe noch immer eine Wohnung in Berlin.

Allerdings steht der 61-Jährige noch bis Saisonende beim spanischen Erstligisten Valencia Basket unter Vertrag. Vom Tisch ist die Personalie somit noch nicht, denn sollte auch Katzurin scheitern, könnte im Sommer der nächste Wechsel auf der Trainerbank folgen.