Bern (SID) - Gute Plätze statt Kälteschock: Unbeeindruckt von den eisigen Temperaturen in der unbeheizten Wettkampfhalle haben der deutsche Vize-Meister Denis Wieczorek und die deutschen Eistanz-Meister Nelli Zhiganschina und Alexander Gaszi bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Bern die Qualifikation souverän gemeistert. Der Erfurter lag mit 111,96 Punkten nur knapp hinter dem Belgier Jorik Hendrickx (118,46) und Kim Lucine aus Monaco (115,12). Die beiden Oberstdorfer mussten sich trotz einiger kleiner Wackler lediglich den Tschechen Lucie Mysliveckova und Matej Novak (80,54 Zähler) geschlagen geben.

"Da ist sicherlich noch Luft nach oben, aber jeder gute Auftritt hilft uns bei den Preisrichtern weiter", sagte Gaszi, der mit seiner Partnerin 79,27 Zähler für die Kür zum Liebestraum von Franz Liszt und den Vier Jahreszeiten von Antonio Vivaldi erhielt. Rang drei hinter den beiden Oberstdorfern belegten Penny Coomes und Nicholas Buckland aus Großbritannien (73,79).

Wieczorek zeigt fehlerfreies Programm

Noch besser lief es für den 19-Jährigen, der nahezu fehlerfrei durch sein Sprungprogramm kam, es aber an Ausdruckskraft noch fehlen ließ. Dennoch sprang ihm seine Trainerin Ilona Schindler vor Freude geradezu in die Arme und drückte ihren Schützling ganz fest.

Nervös war der Polizist nach eigenem Bekunden bei seinem EM-Debüt nicht: "Nur die Halle war viel größer als gewohnt, aber ansonsten hielt sich die Aufregung in Grenzen", sagte Wieczorek, der ohne dreifachen Axel aber in Bern kaum mehr als sein Minimalziel erreichen wird: "Ich möchte am Samstag im Kürfinale der besten 24 Läufer erreichen." Der deutsche Meister Peter Liebers aus Berlin war automatisch für das Kurzprogramm am Donnerstag (14.00 Uhr) qualifiziert.

Wie Schindler war auch Trainer Martin Skotnicky von der Auftaktvorstellung seiner beiden Eistanz-Schützlinge angetan. "Das war optimal und genial", lobte der Coach überschwänglich. Ziganschina/Gaszi mussten in der Qualifikationsrunde starten, weil die letztjährigen deutschen EM-Teilnehmer, die mittlerweile zurückgetretenen Dortmunder Christina und William Beier, einen Platz unter den zwölf besten europäischen Tanzpaaren verpasst hatten.

Top-Ten-Platzierung als Ziel