Nürnberg (SID) - Trotz eines Rekordumsatzes von 2,1 Milliarden Euro haben die 36 deutschen Profiklubs in der Saison 2009/2010 offenbar rote Zahlen geschrieben. Nach kicker-Berechnungen soll der Verlust mit rund 100 Millionen Euro höher als der Zuwachs beim Umsatz im Vergleich zum Vorjahr ausgefallen sein. Die bisherige Bestmarke datierte aus der Spielzeit 2008/2009 (2,036 Milliarden Euro). Vonseiten der Deutschen Fußball Liga (DFL) gab es keinen Kommentar zur Meldung des Fachblatts.

Nach Angaben der DFL ist derweil die Ausschreibung zur Vermarktung von Spieldaten für die Bundesliga und die 2. Bundesliga ab der Saison 2011/2012 auf große Resonanz gestoßen. 24 Unternehmen haben sich registrieren lassen.

Wichtigstes Ziel sei laut DFL die "Vereinheitlichung und Steigerung der Qualität der Spieldaten". Durch eine möglichst weite Verbreitung qualitativ hochwertiger, einheitlicher und teilweise bisher nicht erfasster Spieldaten solle die Grundlage für innovative Medienprodukte geschaffen werden. Außerdem könne national und international rechtmäßig tätigen Sportwettanbietern die Nutzung offiziell verifizierter Spieldaten ermöglicht werden.

Gesucht werden Partner, die ab der Saison 2011/12 offizielle Daten für alle Spiele der Bundesliga erheben und in ausgewählten Branchen vermarkten können. Eine Entscheidung des Ligaverbandes über die Auswahl der Partner soll voraussichtlich noch im ersten Quartal dieses Jahres getroffen werden.