Köln (SID) - DTM-Champion Paul di Resta aus Schottland und Nico Hülkenberg aus Emmerich sind bei Force India die neuen Teamkollegen von Formel-1-Pilot Adrian Sutil. Neben dem 27-Jährigen aus Gräfelfing, der seinen Vertrag verlängert hat und in seine fünfte Saison beim Team des indischen Milliardärs Vijay Mallya geht, rückt di Resta vom Testfahrer zum zweiten Stammpiloten auf. Der 23 Jahre alte Hülkenberg, der trotz einer starken Debütsaison Williams verlassen und Platz für den mit Sponsoren-Millionen ausgestatteten Pastor Maldonado (Venezuela) machen musste, übernimmt die Rolle des Ersatzfahrers. Das bestätigte das Team am Mittwoch.

Hülkenberg glücklich über Verbleib in Formel 1

"Ich bin froh, in der Formel 1 bleiben zu können", sagte Hülkenberg: "Ich schätze sehr, dass das Team mir mit einem mehrjährigen Vertrag das Vertrauen schenkt. Ich werde alles geben, um die Erwartungen zu erfüllen." Für Mallya war "die Gelegenheit, Nico unter Vertrag zu nehmen, zu gut, um sie verstreichen lassen. Er hat Rennintelligenz und Talent bewiesen und ich war beeindruckt von seiner Fahrzeugbeherrschung in Brasilien letztes Jahr." Da hatte Hülkenberg seinen Williams im Regen sensationell auf die Pole Position gestellt.

"Natürlich hätte ich Nico lieber in einem Renncockpit gesehen, aber ich bin froh, dass Nico bei Force India seinen Fuß in der Tür hat. Jetzt geht es darum, als Testfahrer zu überzeugen, damit Nico 2012 wieder Rennen fährt", sagte Hülkenbergs Manager Willi Weber. Nach Informationen von Auto Bild Motorsport soll Force India Hülkenberg für 2012 ein Stammcockpit garantiert haben.

Sutil freut sich auf Hülkenberg

Sutil freut sich auf den Landsmann im Team. "Nico hat es definitiv verdient in der Formel 1 zu sein", sagte Sutil er Auto Bild motorsport: "Es ist für ihn bitter als Testfahrer, aber besser als gar nichts. Geld regiert die Formel 1 und derjenige, der Sponsoren hat, bekommt das Cockpit."

Sutil selbst hatte vor der Vertragsverlängerung bei Force India wohl auch mit Renault und Williams verhandelt. "Force India war immer erster Ansprechpartner. Aber man muss sich anhören, was andere zu bieten haben", sagte er: "Mit der Verlängerung bin ich sehr zufrieden. Wir haben uns über die letzten Jahre gesteigert und ich habe Freude daran, zu helfen, das Team weiter in die richtige Richtung zu leiten."