Cottbus (SID) - Favoritenschreck Energie Cottbus lehrt der Konkurrenz weiter das Fürchten und steht zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte im Halbfinale des DFB-Pokals. Das Team von Trainer Claus-Dieter Wollitz setzte sich im Viertelfinale durch das goldene Tor von Joker Jiayi Shao (84.) mit 1:0 (0:0) gegen 1899 Hoffenheim durch und schaltete damit den dritten Erstligisten in Folge aus. Zuvor waren bereits der SC Freiburg und Ex-Meister VfL Wolfsburg an dem Zweitligisten aus der Lausitz gescheitert. Energie war 1997 erst im Endspiel mit 0:2 am VfB Stuttgart gescheitert.

"Leider haben wir den Einzug ins Halbfinale wie im Vorjahr nicht geschafft", sagte Hoffenheims Trainer Marco Pezzaiuoli: "Wir waren in der zweiten Halbzeit die dominantere Mannschaft. Cottbus stand kompakt und defensiv. Zum Ende waren wir zu passiv, haben uns zu weit zurückgezogen und das Tor zugelassen."

Zwei Millionen Euro Zusatzeinnahmen

Der in der 66. Minute eingewechselte Shao bescherte dem kleinen Verein aus der Lausitz eine stattliche Zusatzeinnahme von weiteren gut zwei Millionen Euro. In dieser Saison hat Cottbus damit schon über vier Millionen Euro im Pokal eingenommen. Hoffenheim verpasste damit beim Debüt des neuen Stürmerstars Ryan Babel den erstmaligen Einzug in ein DFB-Pokal-Halbfinale, Trainer Marco Pezzaiuoli wartet damit weiter auf den ersten Sieg seiner Amtszeit. Gylfi Sigurdsson hatte direkt nach dem Gegentor mit einem Schuss an die Latte Pech (85.). Hoffenheim war im vergangenen Jahr (1:2 bei Werder Bremen) und 2008 (1:3 bei Borussia Dortmund) im Viertelfinale ausgeschieden.

Nach seiner bisher sieglosen kurzen Amtszeit setzte Hoffenheims Trainer Marco Pezzaiuoli im Angriff von Beginn an auf Babel. Der Niederländer war erst am Dienstag für etwa sieben Millionen Euro vom englischen Rekordmeister FC Liverpool verpflichtet worden und rückte für den rotgesperrten Vedad Ibisevic in die Startelf.

Trotz der äußerst schlechten Platzverhältnisse boten beide Teams den 15.200 Zuschauern ein ansehnliches Spiel. Die von der ausgelobten Sonderprämie von 30.000 Euro pro Spieler angestachelten Cottbuser waren zunächst die bessere Mannschaft. Kapitän Marc-Andre Kruska (4.) und Emil Jula (6.) verfehlten das Tor nur knapp.

Babel präsentiert sich beim Debüt gut