Duisburg (SID) - Der MSV Duisburg hat erstmals seit 13 Jahren wieder das DFB-Pokal-Halbfinale erreicht und den Traum des 1. FC Kaiserslautern von einer baldigen Rückkehr auf die europäische Fußballbühne jäh beendet. Der Zweitliga-Dritte feierte einen hochverdienten 2:0 (1:0)-Sieg gegen den FCK und bescherte seinem Trainer Milan Sasic im Spiel gegen dessen Ex-Klub ein freudevolles Wiedersehen. Während es für den MSV nun am 1./2. März um den Einzug ins Finale geht, können und müssen sich die Pfälzer nun ganz auf den Bundesliga-Abstiegskampf konzentrieren.

"Das war eine tolle Leistung. Wir haben über 90 Minuten abgeklärt gespielt und verdient gewonnen. Das war Leidenschaft", sagte MSV-Trainer Milan Sasic nach dem Sieg. Sein Gegenüber Marco Kurz erkannte derweil die Niederlage an: "Der Traum ist ausgeträumt. Wir waren heute schlecht und waren der verdiente Sieger. Leider haben wir nicht die Leistung und die Leidenschaft gezeigt. Das war zu wenig, um sich das Halbfinale zu verdienen."

Branimir Bajic (36.) und Goran Sukalo (58.) machten vor gut 20.000 Zuschauern den Duisburger Sieg perfekt und bescherten dem Zweitligisten einen Geldsegen von gut zwei Millionen Euro für den Einzug in die Runde der letzten Vier. Das war dem MSV letztmals 1998 gelungen, als erst im Finale gegen Bayern München (1:2) Endstation war. Genugtuung dürfte auf Duisburger Seite insbesondere Sasic verspürt haben, war der Coach doch vor gut 20 Monaten noch auf dem Betzenberg entlassen worden.

Klassenunterschied nicht erkennbar

Von einem Klassenunterschied war in Duisburg nichts zu sehen. Vielmehr war es der MSV, der auf tiefem Boden mit Kampfgeist und viel Laufbereitschaft die Gäste in die eigene Hälfte zurückdrängte. Bereits in der fünften Minute hatte Stefan Maierhofer die Chance zur Duisburger Führung, als er den Ball nach Zuspiel von Olcay Sahan aus sieben Metern über das Tor setzte. Der Österreicher war es auch, der Mitte der ersten Halbzeit nach einer Ecke von Filip Trojan mit einem Kopfball den Lauterer Schlussmann Tobias Sippel zu einer Parade zwang (22.).

Fast schon folgerichtig fiel in der 36. Minute das Führungstor für die Gastgeber. Nach einer Ecke von Benjamin Kern wehrte Sippel den Ball mit einer Faustabwehr nicht weit genug ab. Maierhofer brachte den Ball zurück in die Gefahrenzone, Banjic stand am langen Pfosten völlig frei und traf unhaltbar für Sippel zum 1:0.

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