Hamburg (SID) - Ruud van Nistelrooy muss bleiben, Paolo Guerrero darf wohl gehen: Beim Bundesligisten Hamburger SV kommt das Personalkarusell vor dem Ablauf der Wechselfrist am 31. Januar offenbar doch noch einmal in Schwung. Überraschend befindet sich auch Torjäger Guerrero, der erst vor der laufenden Saison einen hochdotierten Vertrag bis 2014 unterschrieben hatte, auf der Liste potenzieller Kandidaten für einen Abgang.

Trainer Armin Veh schloss einen Verkauf des Peruaners zwar aus, schien am Donnerstag aber zumindest einem Wechsel Guerreros auf Leihbasis nicht abgeneigt. "Wir werden wohl noch einen Stürmer abgeben. Bei Maxim Choupo-Moting und Paolo Guerrero gibt es Anfragen für ein Leihgeschäft", sagte der Coach: "Paolo ist nach wie vor ein erstklassiger Spieler. Nach seiner Verletzung im vergangenen Jahr ist er aber nicht mehr so zurückgekommen."

Guerrero nach Verletzung nur Stürmer Nummer vier

Derzeit hätten Mladen Petric, Ruud van Nistelrooy und Änis Ben-Hatira im Kampf um einen Stammplatz die "Nase vorn", meinte Veh: "Da macht es Sinn, einem anderen Spieler die Möglichkeit zu geben, bei einem anderen Klub Spielpraxis zu sammeln." Wohin es Guerrero für das nächste halbe Jahr ziehen könnte, kommentierte der Coach nicht. Choupo-Moting hingegen war zuletzt bereits mit dem 1. FC Köln in Verbindung gebracht worden.

Mit van Nistelrooy zeigte sich Veh trotz dessen jüngster Kritik an der Vereinsführung des Klubs weiter nachsichtig. "Emotional sagt man immer mal Sachen, von denen man danach denkt, dass man sie vielleicht nicht hätte sagen sollen. Von daher kann ich ihm verzeihen. Wichtig ist für uns, dass er da ist", meinte der Coach.

"Mein Herz schlägt in Madrid"

Am Mittwoch hatte sich van Nistelrooy wegen des vom HSV untersagten Wechsels zu Real Madrid Luft gemacht. "Ich habe den HSV inständig darum gebeten, dass ich mir meinen Traum erfüllen kann. Nun bleibe ich in Hamburg. Aber mein Herz schlägt in Madrid", war der 34-Jährige in spanischen Medien zitiert worden und hatte erklärt, dass er seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag in Hamburg nicht verlängern werde.