Frankfurt (SID) -

Turbine Potsdam hat die Tabellenführung in der Frauenfußball-Bundesliga nur mit viel Glück erfolgreich verteidigt. Mit einem Last-Minute-Treffer sorgte Viola Odebrecht beim 3:2 (0:1)-Erfolg im Ost-Derby beim FF USV Jena dafür, dass der Champions-League-Sieger Verfolger 1. FFC Frankfurt noch knapp auf Distanz hält. Mit 46 Punkten liegt Potsdam hauchdünn vor den Frankfurterinnen (45).

Jubel wollte bei Turbine wegen einer Verletzung von Nationalspielerin Fatmire Bajramaj kaum aufkommen. Die 22 Jahre alte Offensivpielerin, vor einem Monat bei der Kür zur Weltfußballein auf den dritten Platz gewählt, musste mit Verdacht auf einen Sehnenanriss in der Muskulatur oberhalb des rechten Knies in der 80. Minute ausgewechselt werden. Sie wurde zur näheren Untersuchung in ein Potsdamer Krankenhaus gebracht. Am Montag soll eine Kernspintomografie in Berlin Auskunft über die Schwere der Verletzung geben.

Der 1. FFC gewann derweil nach schwacher erster Halbzeit am Ende souverän mit 4:0 (0:0) gegen Bayer Leverkusen. Turbine musste dagegen bis zur letzten Minute zittern, ehe der Erfolg vor 815 Zuschauern in Jena perfekt war. Genoveva Anonma hatte die Gastgeberinnen zunächst in Führung gebracht (23.), Anja Mittag (54.) und Babett Peter (77.) drehten die Partie zunächst zugunsten des Meisters, erneut Anonma erzielte das 2:2 (82.), ehe Odebrecht in der 90. Minute für den Siegtreffer sorgte.

Landström, Maroszan und Garefrekes machen alles klar

Der 1. FFC Frankfurt hatte in Leverkusen nur in der torlosen ersten Halbzeit Probleme. Nach dem Seitenwechsel sorgten Jessica Landström (57.), Dzenifer Maroszan (69.) und Kerstin Garefrekes mit einem Doppelpack (70./81.) aber für klare Verhältnisse.

Tabellendritter bleibt der FCR Duisburg. Dank eines Doppelpacks von Inka Grings (2./90.) schlugen die Duisburgerinnen bereits am Samstag den SC Bad Neuenahr 2:0 (1:0) und liegen mit 41 Punkten auf Platz drei. Trainerin Martina Voss war dennoch unzufrieden: "Meine Mannschaft wirkt verunsichert. Vieles läuft nicht rund."