Rom (SID) - Auch neun Tage nach seiner fehlgeschlagenen Eigenblut-Transfusion befindet sich der italienische Radprofi Riccardo Ricco weiter in einem kritischen Zustand. Offenbar wurden bei der Aktion auch Herz und Lunge in Mitleidenschaft gezogen. Ricco wurde im Krankenhaus von Modena bereits auf die kardiologische Abteilung verlegt.

Die Staatsanwaltschaft von Modena, die gegen den 27-Jährigen wegen Dopings ermittelt, musste die geplante Anhörung bereits verschieben. Die Fahnder sind auf der Suche nach möglichen Hintermännern. Demnächst soll Riccos Lebensgefährtin Vania Rossi, ebenfalls eine Radsportlerin und bereits positiv getestet, befragt werden.

Ricco, der wegen Dopings bei der Tour de France 2008 für 20 Monate gesperrt wurde, war am 6. Februar mit Nierenversagen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Untersuchungen haben inzwischen ergeben, dass die "Kobra" eine Eigenbluttransfusion mit nicht optimal konserviertem Blut durchgeführt hatte.