Pyeongchang (SID) -

Die Entscheidung um die Vergabe der Olympischen Winterspiele 2018 geht in die entscheidende Phase, und die Bewerber präsentieren sich im besten Licht: Die Evaluierungs-Kommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hat am Montag ihren Besuch bei Münchens Konkurrenten Pyeongchang begonnen. Unter dem Vorsitz der Schwedin Gunilla Lindberg nehmen die 14 IOC-Mitglieder die Bewerbung der südkoreanischen Kleinstadt genau unter die Lupe.

Um die olympische Begeisterung perfekt zu inszenieren, säumten rund 1300 Bewohner von Pyeongchang mit Fähnchen ausgerüstet die Straßen und begrüßten die IOC-Mitglieder hollywoodreif. Zudem wurde die Kommission bei der offiziellen Begrüßungsveranstaltung vom südkoreanischen Staatspräsidenten Lee Myung-bak persönlich in Empfang genommen.

IOC-Prüfer werden Ende Februar in München erwartet

Mit einer derartigen Inszenierung will die Münchner Bewerbungsgesellschaft nicht punkten. Am 28. Februar werden die 14 IOC-Prüfer zum Abschluss ihrer Reise durch die "Candidate Cities" in München erwartet. Vom 1. bis 4. März werden die noch offenen Fragen zum Münchner Bewerbungsbuch geklärt. Dabei wird die Kommission unter anderem die Sportstätten in München sowie die Außenstellen in Garmisch-Partenkirchen und Königssee besuchen. Auch die Infrastruktur muss sich den kritischen Augen der IOC-Mitglieder unterziehen.

Auf einen pompösen Empfang à la Pyeongchang will die Bewerbungsgesellschaft um Kuratoriumschefin Katarina Witt und Geschäftsführer Bernhard Schwank dabei aber verzichten. "Wir wollen authentisch bleiben", sagt Sprecher Jochen Färber.

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