Köln (SID) - Svetislav Pesic kann sich eine Rückkehr auf den Posten als Trainer der deutschen Basketball-Nationalmannschaft vorstellen. "Warum nicht? Die Nationalmannschaft wird für mich nie abgeschrieben sein", sagte der 61-jährige Serbe im Interview mit spox.com. Pesic hatte die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) von 1987 bis 1993 betreut und im letzten Jahr seiner Amtszeit zum Europameistertitel geführt.

Derzeit hat der erfahrene Coach aber kein Interesse am Amt von Bundestrainer Dirk Bauermann und konzentriert sich voll und ganz auf seine Aufgabe beim spanischen Erstligisten Valencia Basket. "Ich möchte nicht unnötig Spekulationen aufkommen lassen. Ich habe über die Saison hinaus noch nichts geplant, ganz ehrlich", sagte Pesic. Der Vetrag des Erfolgstrainers läuft im Sommer aus.

Alba Berlin wäre ebenfalls eine Option

Auch ein Comeback bei seinem ehemaligen Klub Alba Berlin, der derzeit in einer schweren Krise steckt, will Pesic nicht ausschließen. "Für mich gibt es in Deutschland nur zwei Optionen: Alba und der Deutsche Basketball Bund. Und jeder weiß, dass ich mich in Berlin immer zuhause fühle und dass ich ein sehr gutes Verhältnis zu Geschäftsführer Marco Baldi pflege", sagte Pesic. Zuletzt waren nach dem Rauswurf von Luka Pavicevic in Berlin bereits Rufe nach Pesic laut geworden, Baldi verpflichtete jedoch den Israeli Muli Katzurin.

Bauermann, der derzeit als Bundestrainer und Coach von Zweitliga-Spitzenreiter Bayern München arbeitet, warnte Pesic vor den Gefahren der Doppelfunktion: "Der Reiz muss groß sein, die Bayern zu trainieren und gleichzeitig mit der Nationalmannschaft an den Olympischen Spielen 2012 teilzunehmen. Aber ich empfehle ihm, diese Bürde nicht auf sich zu nehmen", so Pesic: "Im Erfolgsfall sollte er keine Probleme bekommen. Wenn es jedoch nicht läuft, steht er alleine in der Schusslinie."