Leipzig (SID) -

Die Zukunft von Heiner Brand als Handball-Bundestrainer bleibt auch nach dem ersten Treffen der neu gegründeten Task Force offen, die Entscheidung steht aber unmittelbar bevor. "Diese wird Heiner Anfang der nächsten Woche treffen", sagte DHB-Präsident Ulrich Strombach nach dem ersten Treffen der Task Force am Freitagabend in Leipzig: "Wir wollen den Bundestrainer, der der führende und angesehnste auch international ist, mit allen Mitteln halten. Heiner Brand ist kein Erpresser."

Gut eine Woche nach dem WM-Debakel von Schweden traf sich Brand mit Vertretern des Deutschen Handball-Bundes (DHB) und der Handball-Bundesliga (HBL) zu einem rund zweistündigen Krisengipfel.

Auf der Tagesordnung stand die Analyse der mit Rang elf schlechtesten Platzierung einer deutschen Mannschaft in der 73-jährigen WM-Geschichte. Zudem wurden mögliche Maßnahmen wie die Einführung einer Quotenregelung für deutsche Spieler in der Bundesliga und die Verlängerung von Lehrgängen der Nationalmannschaft diskutiert.

Brand knüpft die Erfüllung seines bis 2013 laufenden Vertrages offenbar an konkrete Forderungen. Allerdings hatten vier Bundesliga-Manager eine mögliche Quote bereits abgelehnt. Der 58-Jährige wird aber am Samstag beim Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen eine Bundesliga-Auswahl in Leipzig (20.15 Uhr/live bei Sport1) auf der Trainerbank sitzen.

Der am vergangenen Montag gegründeten Task Force gehören neben Brand auch Strombach, Verbands-Vize Horst Bredemeier sowie HBL-Präsident Reiner Witte und die HBL-Präsidiumsmitglieder Bob Hanning (Füchse Berlin) und Volker Zerbe (TBV Lemgo) an.

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