Dortmund (SID) -

Borussia Deutschland gegen Italien: Mit fünf Profis des herausragenden Bundesliga-Tabellenführers Borussia Dortmund bestreitet der WM-Dritte Deutschland in der Westfalenmetropole sein erstes Länderspiel des Jahres am kommenden Mittwoch gegen Italien (20.45 Uhr/ARD). Mats Hummels, Kevin Großkreutz, Mario Götze, Marcel Schmelzer und Neuling Sven Bender dürfen sich in ihrem eigenen Wohnzimmer Hoffnungen auf einen Einsatz gegen den Weltmeister von 2006 machen. Der etatmäßige Kapitän Michael Ballack gehört wie erwartet noch nicht zum 22-köpfigen Aufgebot, das Bundestrainer Joachim Löw am Freitag bekannt gab.

"Dortmund spielt in dieser Saison einen herausragenden Fußball, man sieht vor allem die Handschrift des Trainers," sagte Löw, der vor allem von den Auftritten des 21-jährigen Benders nach der Winterpause angetan ist. "Er hat mich enorm überzeugt, er ist überragend gut in der Balleroberung", lobte der Bundestrainer den defensiven Mittelfeldspieler, der als 45. Neuling in der Ära Löw in die DFB-Geschichte eingehen könnte.

Aber auch die anderen Dortmunder Protagonisten scheinen sich bei Löw festgespielt zu haben. "Mats Hummels ist in den letzten Monaten noch stärker geworden, Mario Götze verfügt über eine sehr gute Spielintelligenz, Kevin Großkreutz ist ein Führungsspieler im Team und Marcel Schmelzer für mich ein Kandidat für die linke Außenposition", sagte der 51-Jährige am Sitz des künftigen Fußballmuseums in schwindelerregender Höhe im 18. Stockwerk des Harenberg-City-Centers mit Blick auf die BVB-Arena, die für den Klassiker gegen den viermaligen Weltmeister noch nicht ausverkauft ist.

Neuer im Tor

Löw versprach für den Jahreauftakt vorab eine engagierte Leistung seiner Mannschaft, die sich für die anstehenden EM-Qualifikationsspiele gegen Kasachstan (26.3.) und Australien (29.3.) einspielen wolle. "Deshalb kann ich schon sagen, dass Manuel Neuer im Tor stehen wird", sagte der Bundestrainer, der den Schalke-Torwart am Abend im Revierderby beim BVB ebenso wie seine Dortmunder Kandidaten selbst in Augenschein nimmt.

Dass er sowohl im Angriff als auch in der Innenverteidigung aus dem Vollen schöpfen kann, bezeichnete der Bundestrainer als eine "komfortable Situation". Vor allem, dass ihm in Miroslav Klose und Mario Gomez zwei gleichwertige Stoßstürmer zur Verfügung stünden, sei eine Verbesserung zum vergangenen WM-Jahr, das mit dem Vergleich gegen die Squadra Azzurra endgültig abgehakt werden soll. "Ich freue mich, dass Gomez bei den Bayern seine alte Form gefunden hat, die er bei der WM noch nicht hatte. Aber es ist auch nach wie vor so, dass Miroslav bei uns immer Leistung gebracht hat, wenn es darauf ankam. Ich bin froh, zwei zentrale Stürmer zu haben."