Presque Isle (SID) -

Erst mit der Stretch-Limousine zum Burger-Essen, dann mit einem Siegerlächeln aufs Treppchen: Für Arnd Peiffer hat sich beim Ausflug des Biathlon-Weltcups ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten sein persönlicher "American Dream" erfüllt. Der 23-Jährige gewann in Presque Isle souverän den Sprint über 10km und sorgte damit für den ersten Einzelsieg der Männer in diesem Winter. Magdalena Neuner verpasste dagegen durch drei Schießfehler bei den Frauen über 7,5km ihren zweiten Saisonsieg und landete auf dem geteilten sechsten Platz.

"Entscheidend war die Leistung am Schießstand. Ich wusste, ich muss eine Null schießen. Ich habe mich gut gefühlt und mir das Rennen gut eingeteilt", sagte Peiffer, der seinen dritten Weltcupsieg feierte. Ohne Schießfehler und mit einer starken Leistung in der Loipe gewann Peiffer souverän vor dem Franzosen Martin Fourcade (1 Fehler) und dem fehlerfreien Russen Iwan Tscheressow. Damit geht Peiffer auch als Erster ins Verfolgungsrennen am Sonntag (16.00 Uhr/ARD und Eurosport).

Im Vorfeld hatten sich Peiffer und Co. landestypisch mit einem Burger-Essen auf die Wettkämpfe eingestimmt. Stilvoll mit einer weißen Stretch-Limousine waren die DSV-Athleten zum Abendessen kutschiert worden.

Neuner: "Heute habe ich einen Schmarrn gemacht"

"Heute habe ich einen Schmarrn gemacht. Das kann ich wesentlich besser", sagte Neuner. Die Doppel-Olympiasiegerin aus Wallgau zeigte eine überragende Vorstellung in der Loipe, konnte aber letztlich nicht in den Kampf um den Sieg eingreifen. Die fehlerfreie Schwedin Helena Ekholm übernahm mit ihrem dritten Saisonsieg auch die Führung im Gesamtweltcup. Nach vier Siegen in Serie musste sich Tora Berger (Norwegen) diesmal mit Platz zwei vor Valj Semerenko (Ukraine) begnügen. Kathrin Hitzer (Gosheim) verpasste mit einem Fehler beim letzten Schuss als 13. die Top Ten.

Bei den Männern rundete Christoph Stephan das gute deutsche Ergebnis ab. Der von Rückenproblemen und einem Virus genesene Oberhofer blieb wie Peiffer fehlerfrei und landete auf Platz sieben. Andreas Birnbacher (Schleching/1) lief bei seinem Comeback nach einem Monat Pause als 13. unter die besten 15. "Ich bin zufrieden. Ich hatte mich die letzten beiden Tagen nicht gut gefühlt, hatte Halsschmerzen und schon überlegt, ob ich starten soll", sagte Birnbacher. Daniel Böhm (Buntenbock/3 Fehler/54.) und Alexander Wolf (Oberhof/5/63.) patzten am Schießstand.