Rybinsk (SID) -

Die deutschen Skilangläufer kommen auf dem Weg zur nordischen Ski-WM in Oslo (23. Februar bis 6. März) immer besser in Schwung. Zum Auftakt des Weltcups in Rybinsk/Russland ließen Tobias Angerer und Franz Göring in der Verfolgung mit den Plätzen vier und sechs aufhorchen. Bei den wegen zahlreicher Erkrankungen auf zwei Starterinnen dezimierten Frauen liefen Katrin Zeller als Siebte und Evi Sachenbacher-Stehle als Neunte ebenfalls in die Top-Ten.

"So wie die Saison bis heute gelaufen ist, bin ich mehr als glücklich und zufrieden. Ich merke, dass es immer besser wird", sagte der sichtlich gelöste Angerer im Ziel und wollte sich nicht weiter mit den Enttäuschungen des bisherigen Winters auseinandersetzen: "Man muss nach vorne schauen. Wir haben immer an uns geglaubt." Auch Göring war rundum glücklich: "Ich bin sehr zufrieden mit dem Rennen. Ich hatte heute fantastisches Material."

Bei schwierigen Witterungsbedingungen und Temperaturen um den Gefrierpunkt lieferte Angerer nach seiner guten Vorstellung beim letzten Weltcup in Otepää einen weiteren Beweis für seine ansteigende Form und gehörte über die komplette 20-Kilometer-Distanz zur Spitzengruppe. Beim Wechsel von der klassischen in die Freistil-Technik war der Vachendorfer Dritter, am Ende reichte es aber nicht zum erhofften Podestplatz. Eine halbe Sekunde fehlte dem 33-Jährigen zum Sprung aufs Treppchen. Tom Reichelt (Oberwiesenthal), Andy Kühne (Oberwiesenthal) und Andreas Katz (Baiersbronn) belegten an der Wolga die Ränge 15, 26 und 30.

"An die anderen alles Gute und gute Besserung"

In guter Verfassung präsentierte sich auch Katrin Zeller, die nach 10 Kilometern mit 58,1 Sekunden Rückstand auf Siegerin Justyna Kowalczyk ins Ziel kam. "Mit dem Rennen kann ich recht zufrieden sein", sagte die Oberstdorferin im Ziel und richtetet Genesungswünsche an die erkrankten Teamkolleginnen Stefanie Böhler (Ibach), Nicole Fessel (Oberstdorf) und Denise Herrmann (Oberwiesenthal): "An die anderen alles Gute und gute Besserung."

Sachenbacher-Stehle, die trotz einer hartnäckigen Erkältung an den Start ging und am Ende 1:27,8 Minuten hinter der Tagesbestzeit blieb, war mit ihrer Leistung zufrieden, sieht aber noch viel Luft nach oben. "Ich denke, dass noch einiges fehlt", sagte die zweimalige Olympiasiegerin, gab sich aber dennoch optimistisch: "Es geht mir besser als in Otepää."