LOS ANGELES (SID) - Für die Fans einer unter vielen, für die Trainer eine Ausnahmeerscheinung: Im "Nachsitzen" hat Dirk Nowitzki das Ticket für das Allstar-Game der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA doch noch erhalten. Nachdem der deutsche Superstar in Diensten der Dallas Mavericks bei der weltweiten Internet-Abstimmung unter den NBA-Fans mit 785.120 Stimmen nur den sechsten Platz unter den Forwards der Western Conference belegt hatte, nominierten nun die Coaches den 32-Jährigen für das Spektakel am 20. Februar in Los Angeles.

Für Nowitzkis Coach Rick Carlisle war dessen zehnte Berufung in Folge eine Selbstverständlichkeit. Carlisle fordert gar, den gebürtigen Würzburgers zum zweiten Mal nach 2007 zum wertvollsten Spieler der NBA zu ernennen: "Er sollte MVP werden. Dirk ist wertvoller für uns als jeder andere Star für sein Team, er ist einzigartig." Die Statistik unterstützt Carlisle in seiner Schwärmerei: Mit Nowitzki gewannen die Mavericks in der laufenden Saison von 39 Spielen 29, ohne ihn gab es in neun Partien fünf Niederlagen.

Zuletzt rettete Nowitzki Carlisle beim 113:97 über die New York Knicks den Arbeitstag, übertraf dabei als 24. Spieler die 22.000-Punkte-Marke. Und sorgte damit für ein wenig gute Laune beim gefrusteten Coach, der kurz zuvor mächtig explodiert war. "Ich bin richtig angepisst. So angepisst, wie ich es eigentlich schon die ganze Saison bin", polterte Carlisle, "dabei ist alles, was ich will, den Jungs zum Sieg zu verhelfen." Insgesamt klappt das momentan ganz gut: Sechs Siege in Folge verbuchten die "Mavs" zuletzt. Und Carlisle weiß, woran das liegt: "Dirks Gesundheit ist immens wichtig für uns."