KÖLN (SID) - Bernd Dittert, Radsport-Olympiasieger als Aktiver und Trainer, wird am Samstag 50 Jahre alt. Der Zeitfahr-Spezialist gehörte in den 80er-Jahren zu den besten Verfolgern auf der Bahn. Mit dem DDR-Vierer wurde er 1980 Weltmeister sowie 1983 und 1986 jeweils WM-Zweiter. Höhepunkt seiner Karriere war der Olympiasieg 1992 in Barcelona im 100-km-Mannschaftszeitfahren auf der Straße an der Seite von Christian Meyer, Uwe Peschel und Michael Rich.

Nach seiner aktiven Karriere wechselte der in Genthin geborene Dittert ins Trainer-Geschäft. Bei Olympia 2000 in Sydney führte er den Vierer zur Goldmedaille, als Robert Bartko, Guido Fulst, Daniel Becke und Jens Lehmann in der einstigen deutschen Paradedisziplin als erstes Team überhaupt die Vier-Minuten-Schallmauer durchbrachen.

Als Bundestrainer umstritten

Dittert war erst durch tragische Umstände in die Verantwortung gerückt. Knapp ein halbes Jahr vor den Spielen in Barcelona war der damalige Bundestrainer Robert Lange bei einem Unfall auf Mallorca ums Leben gekommen. Bis 2006 blieb Dittert Bundestrainer und erlebte dabei mitunter stürmische Zeiten, insbesondere bei der Skandal-WM 2003 in Stuttgart, als der deutsche Vierer boykottierte.

Nach seinem Aus als Bundestrainer war er noch für kurze Zeit im U23-Lager für den BDR in verantwortlicher Position. Dabei hatte es auch Nebengeräusche gegeben, als gegen Dittert Doping-Anschuldigungen laut wurden, die er stets bestritt.