Köln (SID) - Martin Schmitt wird seine Skisprung-Karriere wohl vor den Olympischen Winterspielen 2014 beenden. "Ich plane realistisch nicht bis Sotschi", sagte der viermalige Weltmeister wenige Tage nach seinem 33. Geburtstag im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Einen genauen Zeitpunkt für das Ende der Laufbahn hat Schmitt aber noch nicht ins Auge gefasst: "Ich werde auf jeden Fall nächstes Jahr springen - und dann sehe ich weiter."

Trotz seines fortgeschrittenen Alters fühlt sich der Routinier den Herausforderungen im Weltcup weiterhin gewachsen. "Wenn ich merken würde, dass ich körperlich nicht mehr mithalten könnte, würde ich sagen, meine Zeit ist vorbei", so SchIm mitt: "Ich habe mit den gleichen Dingen zu kämpfen wie ein 22-Jähriger."

"Severins Erfolge helfen einem, die Ruhe zu bewahren"

Über kurz oder lang will Schmitt, der Ende des Monats in Oslo trotz durchwachser Saison zum zehnten Mal bei einer nordischen Ski-WM auf den Bakken darf, im Weltcup wieder um die Spitzenplätze springen. "Eine Podestplatzierung ist realistisch. Und zwar ohne Windglück, aus eigener Kraft", sagt Schmitt voller Überzeugung: "Ich glaube schon, dass ich das Potenzial habe, zu den Besten zu gehören."

Die Erfolge des neuen Überfliegers Severin Freund, der zuletzt mit zwei Weltcupsiegen die Durststrecke der deutschen Springer beendet hatte, sind laut Schmitt für das ganze Team hilfreich: "Es nimmt einen gewissen Druck. Und mit den Erfolgen von Severin sieht man, es kann funktionieren. Das hilft einem selbst, Ruhe zu bewahren."