ROTTERDAM (SID) - Nach dem Vorbild der Regelung im Fall Arjen Robben zwischen dem niederländischen Fußballverband (KNVB) und Bayern München wird nun auch Feyenoord Rotterdam aktiv. Der Traditionsklub verlangt für den Ausfall des Spielers Jon Dahl Tomasson vom dänischen Verband Schadenersatz in höhe von einer Million Euro.

Der dänische Nationalstürmer hatte sich während der WM 2010 in Südafrika verletzt und konnte seitdem kein Spiel mehr bestreiten. Nach Informationen des niederländischen TV-Senders NOS will der dänische Verband nicht auf die Forderung reagieren.

Tomasson sei zum Weiterspielen gezwungen worden

Tomasson verletzte sich bei einem Elfmeterschuss im letzten Gruppenspiel gegen Japan. Feyenoord wirft dem dänischen Verband vor, den verletzten Tomasson bewusst nicht aus dem Spiel genommen zu haben. Der 112-malige Nationalspieler sei zum Weiterspielen gezwungen worden. Zum Zeitpunkt des Zwischenfalls habe Dänemark bereits alle Wechselmöglichkeiten genutzt. Das Team habe nicht in Unterzahl weiterspielen wollen, behauptet Feyenoord. Dänemark scheiterte nach dem 1:3 gegen die Japaner in der Vorrunde als Tabellendritter.

Bayern München hatte sich nach wochenlangen Rangeleien im Fall Robben mit dem KNVB geeinigt. Der deutsche Rekordmeister wird für die Verletzung seines Star-Angreifers, die dieser ebenfalls während der WM erlitten hatte, am 22. Mai 2012 mit einem Freundschaftsspiel gegen den Vize-Weltmeister entschädigt.