Dallas (SID) - Die National Football League (NFL) hat den vor dem 45. Super Bowl zwischen den Green Bay Packers und den Pittsburgh Steelers vollmundig angekündigten Zuschauerrekord knapp verpasst. Statt der angestrebten 105.000 Fans im Cowboys Stadium von Arlington/Texas verfolgten nur 103.219 Zuschauer den 31:25-Sieg der Packers. Das waren 766 Besucher weniger als bei der Bestmarke 1980 im kalifornischen Pasadena.

Die NFL musste kurz vor dem Beginn der Partie eingestehen, dass nicht alle errichteten Zusatzplätze fertig geworden waren. So wurden 400 Karteninhaber zunächst in die Public-Viewing-Area vor dem Stadion abgeschoben und später mit Plätzen hinter der Steelers-Bank ausgestattet. Ein Blick auf das Spielfeld gab es von dort aus jedoch nicht zu erhaschen. Die Fans mussten die Partie auf Monitoren verfolgen.

850 weitere Zuschauer erhielten nach Angaben der Liga "ähnliche oder bessere" Plätze als ursprünglich vorgesehen. Dafür verzichteten NFL-Vertreter auf ihre Tickets. Jeder der von dem Karten-Chaos betroffenen Anhänger bekam von der Liga eine Entschädigung in Höhe des dreifachen Ticket-Wertes.

Finale knackt TV-Rekord

Dennoch bleibt der Super Bowl in den USA auch weiterhin ein Straßenfeger: Die Rekordzahl von 111 Millionen Menschen verfolgten den Triumph der Green Bay Packers und sorgten für einen Rekord in der amerikanischen TV-Geschichte. Der Marktanteil lag bei 47,9 Prozent.

Schon vergangenes Jahr hatte das Football-Spektakel mit 106,5 Millionen Zuschauern eine Bestmarke aufgestellt. Zuvor hielt 27 Jahre lang die Comedyserie M*A*S*H den Rekord: Die letzte Folge hatten 1983 stolze 106 Millionen verfolgt.