Garmisch -

Für Gina Stechert aus Oberstdorf sind die alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen aller Voraussicht nach vorzeitig beendet. Die Oberstdorferin erlitt bei ihrem Sturz im Super-G zum Auftakt der Wettbewerbe einen Bruch des Mittelhandknochens am rechten Daumen. Dies ergab eine genauere Untersuchung am Dienstagnachmittag. Stechert wurde danach unmittelbar in die Unfallklinik in Murnau gefahren und dort operiert.

"Es ist eher unwahrscheinlich, dass sie noch einmal starten kann. Endgültig sagen können wir das aber erst am Mittwochmorgen vor dem Abfahrtstraining. Aber wenn die Hand so verschraubt wird wie bei ihr, ist es wohl nicht mehr möglich", sagte der deutsche Alpindirektor Wolfgang Maier am Dienstagabend. Stechert müsste zumindest eines der beiden Abfahrtstrainings am Mittwoch oder Donnerstag absolvieren, um in der Super-Kombination am Freitag oder in der Abfahrt am Sonntag starten zu dürfen.

Weiterer Rückschlag für deutsche Mannschaft

Stechert war bei der Ausfahrt aus der FIS-Schneise in Zielnähe ausgerutscht und mit dem Rücken voraus in den Fangzaun geflogen. Sie blieb zunächst benommen liegen, stand aber bald wieder auf und fuhr ins Ziel ab.

Für die deutsche Mannschaft ist dies ein weiterer Rückschlag bei der Heim-WM. Am Dienstagmorgen hatte bereits Riesenslalom-Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg (Kreuth) wegen einer viralen fiebrigen Grippe ihren geplanten Start beim Super-G absagen müssen, zudem droht Riesenslalom-Weltmeisteri Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) das WM-Aus wegen anhaltender Rückenbeschwerden. Vor der WM hatte sich bereits Abfahrer Stephan Keppler (Ebingen) verletzt abgemeldet.

"Es ist jetzt schon eine gewisse Grundspannung bei uns drauf", sagte Maier: "Die Kathi kann noch nicht wieder Skifahren, der Keppler fällt aus, die Viki ist krank - aber da kann ja keiner was dafür. Nachnominieren wollte ich keinen, weil die anderen die Qualität nicht haben. Wenn das Niveau nicht da ist, dann lassen wir es lieber, sonst tun wir uns keinen Gefallen."