Düsseldorf (SID) - Unabhängig von künftigen Partnern, der veränderten Medienwelt und sogenannten "neuen Playern" werden die "Salami-Spieltage" der Bundesliga in Zukunft nicht weiter zerstückelt. Dies versprach der Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga (DFL), Christian Seifert, auf dem Sportbusiness-Kongress (SpoBiS) in Düsseldorf.

"An den Spielplan werden wir nicht rangehen. Mehr Anstoßzeiten sind dem Fan nicht zuzumuten", sagte Seifert. Derzeit finden die neun Bundesliga-Spielen zu bis zu fünf verschiedenen Anstoßzeiten, verteilt über drei Tage, statt. Die 2. Bundesliga spielt sogar an vier verschiedenen Tagen.

Verständnis für den FC Bayern

Auch in der veränderten Medienlandschaft mit Anbietern wie Google, YouTube oder soziale Netzwerke wie Facebook sei die von Bayern Münchens Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge erhoffte Verdoppelung auf 800 Millionen Euro pro Jahr noch nicht bei der nächsten Ausschreibung 2012 zu erwarten.

"Er hat von mittelfristig gesprochen", betonte Seifert: "Bayern München ist der wirtschaftlich am besten geführte Verein in Europa. Es ist klar, dass er daran zu knabbern hat, wenn er sieht, dass in Deutschland weniger bezahlt wird als in anderen Ländern. Aber es macht keinen Sinn, ins Ausland zu schauen."

Kein eigener Ligasender

Der lukrative Pay-TV-Markt sei hierzulande bei weitem nicht so ausgeprägt wie beispielsweise in England. "Man muss so selbstkritisch sein zu sagen, dass wir nie konsequent auf Pay-TV gesetzt haben", sagte Seifert: "Aber wir haben als DFL bewiesen, dass wir immer das Beste aus der Situation gemacht haben. Das wurde damals auch vom FC Bayern gesagt, und wir werden es auch diesmal versuchen."