Paris (SID) - UEFA-Präsident Michel Platini hat seinen Willen bekräftigt, die neuen Regeln des Financial Fair Play auch gegenüber namhaften Vereinen durchzusetzen. Die Europäische Fußball-Union will ihren Klubs harte Strafen auferlegen, wenn diese sich nicht an die Finanzvorschriften halten.

"Wenn wir im europäischen Fußball ein 1,2-Milliarden-Euro-Defizit haben, dann ist der Fußball in Gefahr", sagte Platini der französischen Sportzeitung L'Equipe. "Die Klubs kennen die Gefahr. Um glaubwürdig zu bleiben, muss die UEFA hart durchgreifen. Egal, wie berühmt der Klub ist."

Im vergangenen Jahr hatte die Disziplinarkommission der UEFA festgelegt, dass Vereine, die sich weiterhin finanziell übernehmen, als Strafe von der Champions League oder der Europa League ausgeschlossen werden. In der Saison 2012 soll die Regel in die Tat umgesetzt werden.

Zudem dürfen nur Klub an den europäischen Wettbewerben teilnehmen, die finanziell abgesichert und stabil sind. Um in der Champions League oder Europa League zu starten, dürfen die Fußballvereine über einen Zeitraum von drei Jahren keine roten Zahlen schreiben. Klubs dürfen nur so viel ausgeben wie sie einnehmen.

Damit sind insbesondere die Vereine der englischen Premier League wie der FC Chelsea oder Manchester City vor neue Herausforderungen gestellt. Dort gelten durch die Investitionen milliardenschwerer Inhaber bereits seit einigen Jahren keine normalen wirtschaftlichen Grundsätze mehr.