Frankfurt/Main (SID) - "Enfant terrible" Demba Ba gibt keine Ruhe: Der Angreifer vom englischen Erstligisten West Ham United hat nach seinem provozierten Abgang von 1899 Hoffenheim dessen Manager Ernst Tanner kritisiert. "Herr Tanner hat mein Image in der Bundesliga kaputt gemacht. Ich bringe meinem dreijährigen Sohn bei: versprochen ist versprochen - und wird nicht gebrochen. Mein Chef hielt sich nicht daran", sagte der Senegalese der Sport-Bild.

Ba war im Januar nach einigem Hickhack zum Hitzlsperger-Klub West Ham United gewechselt. Seine Berater hatten derart Druck auf die Hoffenheimer ausgeübt, dass die Kraichgauer dem Transfer am Ende zustimmten. "Wenn wir Ba auf die Tribüne gesetzt hätten, dann hätten wir ihm bis zum Ende seines Vertrags insgesamt 4,5 Millionen Euro Grundgehalt gezahlt. Nun bekommen wir, wenn alles gut geht, fünf Millionen Euro Ablöse. Wenn es in der Bundesliga einen Solidarfonds geben würde, um solche Spieler abzustrafen, dann würden wir einzahlen", sagte 1899-Mäzen Dietmar Hopp dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Tanner hält sich an Absprache

Ba untermauerte, dass Hoffenheims Manager Tanner ebenfalls frühzeitig signalisiert habe, dass er bei einem "guten Angebot" wechseln könne. Tanner habe sich dann trotz des Angebotes nicht an die Absprache gehalten. Deshalb ist laut Ba auch die Behauptung falsch, er sein in einen Streik getreten. "Wie kann ich streiken, wenn ich respektlos behandelt werde und Versprechen nicht gehalten werden", sagte Ba.

"Ich wundere mich, dass Demba nachtritt und noch Erklärungsbedarf verspürt", sagte Tanner zu den Vorwürfen seines ehemaligen Schützlings: "Zum Glück habe ich einen Zeugen: Jochen Rotthaus und ich haben ihm gesagt, dass er mit ins Trainingslager muss. Es war immer die Rede davon, dass er nicht im Winter gehen darf. Wir haben ihm gesagt, dass er arbeiten muss."