Köln (SID) - Drei der vier besten Hauptrundenteams der Deutschen Eishockey Liga (DEL) sind ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und perfekt in die Play-offs gestartet. Zum Auftakt des Viertelfinales feierten der EHC Wolfsburg (4:1 gegen Köln), die Eisbären Berlin (5:3 gegen Ingolstadt) und die Krefeld Pinguine (6:4 gegen Titelverteidiger Hannover) jeweils Heimsiege. Lediglich der Hauptrundenzweite Düsseldorfer EG kassierte vor heimischem Publikum gegen DEL-Rekordchampion Adler Mannheim eine herbe 2:7 (0:1, 2:3, 0:3)-Pleite.

Vor nur 5066 Zuschauern in Düsseldorf erzielte der Kanadier Mike Glumac drei Tore und schoss Mannheim damit fast im Alleingang zum ersten Sieg in der Viertelfinalserie. Am Freitag muss das Team von DEG-Trainer Jeff Tomlinson, das in der Hauptrunde den zweiten Platz erreicht hatte, im zweiten Play-off-Viertelfinale in Mannheim antreten.

Der EHC Wolfsburg, das erfolgreichste Team der Hauptrunde, gewann 4:1 (2:1, 1:0, 1:0) gegen die Kölner Haie. Bereits nach 2:58 Minuten hatte Chris Lee die Gäste in Führung gebracht. Vor 2391 Zuschauern in der EisArena Wolfsburg konnte der Pokalsieger von 2009 die Partie durch zwei Überzahltore noch vor der ersten Drittelpause zu seinen Gunsten drehen. In einer überaus hart umkämpften und teilweise unfairen Partie mussten die Schiedsrichter insgesamt 101 Strafminuten gegen beide Teams aussprechen. Im Modus "best of five" fehlen den Niedersachsen nun noch zwei Siege um ins Halbfinale einzuziehen.

Ebenfalls gut aus den Startlöchern kamen die Krefeld Pinguine. Gegen Meister Hannover Scorpions setzte sich der Meister von 2003 mit 6:4 (4:1, 1:1, 1:2) durch. Damit hat Krefeld alle fünf bisherigen Saisonspiele gegen Hannover gewonnen. Dabei lieferten die Pinguine im heimischen Königspalast insbesondere im ersten Drittel eine starke Vorstellung ab und gingen folgerichtig mit 4:1 in Führung. Im Schlussdrittel konnten die Scorpions noch einmal auf 4:5 verkürzen, Krefelds Herberts Vasiljevs (45.) machte schließlich alles klar.

"Wir haben den Start komplett verschlafen, da waren wir wohl noch im Bus. Jetzt müssen wir zu Hause Vollgas geben", sagte der Hannoveraner Thomas Dolak. Scorpions-Coach Toni Krinner kritisierte die Einstellung seiner Mannschaft: "So darf man in den Play-offs nicht auftreten. Heute hat nur unsere Moral gestimmt."

Auf Kurs Richtung Play-off-Halbfinale liegen auch die Eisbären Berlin. 14.000 Fans begeisterte Fans bejubelten den 5:3 (2:3, 2:0, 1:0)-Heimsieg gegen den ERC Ingolstadt. In einer spannenden und abwechslungseichen Partie traf der deutsche Nationalspieler Stefan Ustorf zum 1:0. Anschließend kam Ingolstadt besser ins Spiel und ging mit 3:1 in Führung. Die Berliner kämpften sich in die Partie zurück und siegten letztlich verdient. Am Freitag muss der European-Trophy-Champion im zweiten Spiel in Oberbayern antreten.