Barcelona (SID) - Sebastian Vettels Red-Bull-Kollege Mark Webber hat zum Auftakt der letzten Testfahrten vor dem Saisonstart der Formel 1 am 27. März in Australien die Bestzeit geholt und damit die bisherigen guten Eindrücke des Weltmeisterteams untermauert. Der Australier war am Dienstag in Barcelona knapp vier Zehntelsekunden schneller als der Brite Jenson Button im McLaren-Mercedes. Drittschnellster war der Russe Witali Petrow im Renault, der am Nachmittag rund 1,8 Sekunden schneller unterwegs war als sein Teamkollege Nick Heidfeld am Morgen, der aber wegen einer Erkältung nur ein reduziertes Programm absolviert hatte.

"Ich bin im Moment erkältet, und so sagte das Team, ich sollte das Auto am Morgen ausprobioeren und dann am Nachmittag pausieren", sagte der Mönchengladbacher Heidfeld: "Die Priorität lag darauf, sich an neue Aerodynamikteile zu gewöhnen. Das Gefühl war positiv." Zudem trainierte "Quick Nick" ein paar Starts.

An insgesamt vier Tagen können die Teams noch ihre letzten Änderungen für den nach der vorläufigen Absage des Bahrain-Rennens um zwei Wochen verspäteten Saisonstart testen. Ferrari, das Mercedes-Team mit Michael Schumacher und Nico Rosberg sowie Williams haben dabei auf den Dienstag verzichtet und werden stattdessen bis Samstag auf dem Circuit de Catalunya ihre Runden drehen. McLaren lässt den Donnerstag aus und fährt ebenfalls bis Samstag. Für die anderen Rennställe ist schon am Freitag Schluss. Während der laufenden Saison sind dann keine weiteren Testfahrten mehr erlaubt.

Sebastian Vettel startet am Mittwoch

Weltmeister Vettel greift am Mittwoch erstmals ein und wird dann am Freitag für Red Bull die Testphase beenden. Bei Mercedes wechseln sich Rosberg und Schumacher in den nächsten Tagen jeweils tageweise ab. Force-India-Pilot Abdrian Sutil soll am Donnerstag und Freitag im Einsatz sein, Heidfeld noch einmal am Freitag. Virgin-Pilot Timo Glock musste nach einer Blinddarm-Operation auf die Tests verzichten und wird von Teamkollege Jerome d'Ambrosio vertreten.

Noch keine Entscheidung ist dagegen am Dienstag über einen möglichen Nachholtermin für das Bahrain-Rennen gefallen. Das World Motor Sport Council des Automobil-Weltverbandes FIA räumte am Dienstag bei einer Sitzung in Paris den Veranstaltern eine Frist bis zum 1. Mai ein, um sich zu einem neuen Termin zu äußern. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone, selbst Mitglied des 26-köpfigen World Council, hatte zuletzt noch den Wunsch geäußert, noch vor Saisonstart Klarheit zu bekommen.

Der als Saisonauftakt geplante WM-Lauf war wegen der politischen Lage im Königreich am Persischen Golf ebenso abgesagt worden wie die vom 3. bis 6. März vorgesehenen Testfahrten. Da Ecclestone eine Austragung in der Sommerpause wegen zu großer Hitze ausschloss, sind der 6. und der 20. November als mögliche Termine im Gespräch. Dann müsste der PS-Zirkus allerdings in jedem der beiden Fälle drei Rennen an drei aufeinander folgenden Wochenenden austragen.