Hamburg (SID) - Bundesligist Hamburger SV muss sich für die kommende Saison einen neuen Übungsleiter suchen: Armin Veh wirft trotz eines bis 2012 laufenden Vertrages das Handtuch. Der Stuttgarter Meistertrainer erklärt im Gespräch die Hintergründe.

Frage: "Herr Veh, in den vergangenen Wochen gab es im Umfeld des HSV immer wieder Spekulationen um Ihre Zukunft. Werden Sie Ihren Vertrag bis 2012 erfüllen?"

Armin Veh (Trainer Hamburger SV): "Es wird so sein, dass ich nächstes Jahr nicht mehr hier bin. Ich habe so etwas wie hier noch nie erlebt. So kann man nicht arbeiten. Es geht nicht mehr um Fußball. Der HSV befindet sich in einer gefährlichen Situation."

Frage: "Wie ist es zu Ihrer Entscheidung gekommen?"

Veh: "Ich kann hier viele Dinge nicht nachvollziehen. Eigentlich ist das hier ein geiler Klub. Es ist traurig, dass man sich selbst im Weg steht und nicht zu einer Einheit wird. Sonst wäre hier einiges möglich."

Frage: "Aufsichtsratsboss Ernst-Otto Rieckhoff geht aber davon aus, dass nach der Entscheidung gegen die Vertragsverlängerung mit Bernd Hoffmann wieder Ruhe in den Verein einkehren wird. Teilen Sie diese Einschätzung?"

Veh: "Man kann doch nicht davon ausgehen, dass hier alles normal weiterläuft. Der HSV ist ein Unternehmen, das einiges umsetzt. So kann man einen Verein nicht regieren."