Paderborn (SID) -

Fußball-Zweitligist SC Paderborn kommt aus seiner sportlichen Krise nicht heraus und verliert nach der Saison auch noch Trainer Andre Schubert. Nach einer speziell in der ersten Halbzeit enttäuschenden Leistung mussten die Ostwestfalen gegen den FC Ingolstadt mit einem 1:1 (0:0) zufrieden sein, sie blieben damit zum achten Mal hintereinander ohne Sieg. Schubert gab danach bekannt, dass er den Klub wegen mangelnder Perspektive verlassen wird.

"Die Etatbesprechungen in den vergangenen Wochen deuteten zum jetzigen Zeitpunkt darauf hin, dass in der kommenden Saison weitere Einsparungen notwendig sind. Im Wissen um die schwierige Situation der laufenden Saison sehe ich jedoch kein weiteres Einsparpotenzial und bin demzufolge nicht davon überzeugt, mit den vorhandenen Möglichkeiten den Klassenerhalt zu sichern und die Planungen in dieser wichtigen Phase voranzutreiben", sagte Schubert.

Für den Führungstreffer der Gäste hatte Stefan Leitl in der 53. Minute gesorgt. Der Ingolstädter Mannschaftskapitän verwandelte einen Foulelfmeter zu seinem zwölften Saisontreffer, Markus Pallonis hatte Moritz Hartmann zu Fall gebracht. 120 Sekunden später gelang Toni Wachsmuth aus kurzer Distanz der Ausgleich.

Vor 8299 Zuschauern versuchten die Platzherren, die spielerische Überlegenheit der Gäste, die zum sechsten Mal in Folge ungeschlagen blieben, durch großen kämpferischen Einsatz zu kompensieren. Dennoch blieb die Zahl der Torchancen insbesondere vor dem Seitenwechsel gering. In den zweiten 45 Minuten agierten die Paderborner engagierter, konnten aber dennoch keinen "Dreier" einfahren.

Auch die Mannschaft von Trainer Benno Möhlmann kam über weite Strecken nicht wie gewünscht zur Entfaltung, Grund dafür war eine ungewöhnliche taktische Maßnahme der Gastgeber: Paderborns Coach Andre Schubert hatte gegen Leitl strenge Manndeckung verordnet, Wachsmuth wich dem besten Torschützen der Gäste nicht von der Seite.

"Toni hat das hervorragend gemacht, Leitl war nun einmal der überragende Spieler der vergangenen Wochen", sagte Schubert und begründete seinen Schachzug. Sein Kollege Möhlmann war letztlich mit dem Unentschieden einverstanden: "Unser Manko war, dass wir kämpferisch in dieser Partie nie so richtig drin waren."