Bochum (SID) - Im ersten Prozess um den größten Manipulationsskandal der europäischen Fußball-Geschichte fordert die Staatsanwaltschaft Haftstrafen von bis zu vier Jahren und drei Monaten. Am 28. Verhandlungstag vor dem Bochumer Landgericht beantragte Staatsanwalt Andreas Bachmann die höchste Strafe gegen den geständigen Wettbetrüger Tuna A., Stevan R. soll für vier Jahre hinter Gitter, Nürretin G. für drei Jahre und neun Monate. Allen wird gewerbs- und bandenmäßiger Betrug vorgeworfen. Bachmann bezeichnete die Angeklagten als "Feinde des Sports", die aus purer Habgier und Geltungssucht gehandelt hätten.

Die Urteile werden für Donnerstag erwartet. Das Verfahren des vierten Angeklagten, des noch nicht geständigen Kristian S., wurde abgetrennt.