München (SID) - Fünfkampf-Olympiasiegerin Lena Schöneborn hat vor dem zweiten Weltcup der Saison in Sassari (Italien) Schwierigkeiten im Umgang mit der neuen Laser-Pistole eingeräumt. "Wir versuchen, jede freie Minute zu nutzen, um uns an das andere Gewichtsverhältnis der Waffe zu gewöhnen", sagte Schöneborn vor dem am Donnerstag beginnenden Wettkampf dem Sport-Informations-Dienst (SID): "Für mich ist es sehr schwer, ich muss viele Wiederholungen machen."

Bereits vor ihrem dritten Platz beim Weltcupauftakt im Februar in Palm Springs (USA) hatte sich die Weltranglistenerste skeptisch gegenüber den Laser-Waffen gezeigt. "Das ist eine andere Disziplin geworden. Auch wenn die Veränderungen nur minimal sind. Das Waffengefühl ist ein völlig anderes", sagte Schöneborn.

Der Weltverband UIPM hatte zur diesjährigen Saison die neue Technik für die Teildisziplin Schießen vorgeschrieben. Der normale Lauf der bisherigen Waffen wurde ausgetauscht und durch eine Vorrichtung für einen Laser samt dazugehöriger Elektronik ersetzt.

Im Gegensatz zur 25-Jährigen ist der deutsche UIPM-Präsident Klaus Schormann vom Konzept der elektronischen Waffen uneingeschränkt überzeugt. "Das Laser-Schießen war beim Auftakt des Weltcups ein großer Erfolg und wir freuen uns auf den zweiten Wettkampf mit dieser neuen Technik. Sie wird den Sport der jungen Generation näher bringen," sagte der 64-Jährige.

Aus sportlicher Sicht hofft Schöneborn vor allem auf eine Steigerung ihrer Fechtleistungen. "Ich war letzte Saison sehr gut im Fechten, beim ersten Weltcup nicht. Da war ich natürlich ein bisschen deprimiert", sagte sie.

Neben Schöneborn schickt der Deutsche Verband für Modernen Fünfkampf (DVMF) Janine Kohlmann (Düsseldorf), Annika Schleu (Berlin), Eva Trautmann (Darmstadt) bei den Frauen sowie Stefan Köllner (Potsdam), Delf Borrmann, Sebastian Dietz und Sascha Vetter (alle Berlin) bei den Männern nach Italien.