München (SID) - Der Volleyball-Weltverband FIVB hat auf die teils skandalösen Spielverschiebungen bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr in Italien reagiert und eine Anpassung des WM-Modus' beschlossen. Bereits während des Turniers hatte FIVB-Präsident Jizhong Wei Konsequenzen angekündigt.

Nach der neuen Regelung werden die 24 Teilnehmer in vier Sechsergruppen aufgeteilt, von denen die jeweils besten vier Teams die nächste Runde erreichen. Diese spielen in zwei Achtergruppen gegen die Mannschaften der anderen Gruppen. Die vier Bestplatzierten erreichen das Viertelfinale. Automatisch qualifiziert ist zudem künftig nur noch der Ausrichter. Bisher galt dies auch für den Titelverteidiger.

Der bisherige Modus mit drei Gruppenphasen war bereits im Vorfeld der Wettkämpfe in Italien wegen möglicher Manipulationsmöglichkeiten höchst umstritten gewesen. Während des Turniers kam es zu offensichtlichen Verschiebungen. So ließ sich etwa der spätere Weltmeister Brasilien von Bulgarien mit 0:3 abfertigen, um in den vermeintlich leichteren Pool mit Deutschland zu kommen.