Bratislava (SID) - Wjatscheslaw Bykow verzog das Gesicht, als hätte er in eine Zitrone gebissen. Nach der historischen 0:2-Pleite gegen die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft zum WM-Auftakt in Bratislava war der Trainer des Rekordweltmeisters Russland sauer. Dennoch verteilte der 50-Jährige das größte Lob, das jemals ein deutsches Team erhalten hat: "Deutschland war die bessere Mannschaft und hat verdient gewonnen."

Bykow weiß, wovon er spricht. Als Spieler gewann er fünfmal den WM-Titel und zweimal olympisches Gold, als Trainer machte er die Sbornaja 2008 und 2009 zum Weltmeister. Gegen die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) gab es bei WM-Turnieren stets Siege, mitunter sogar zweistellig.

Bis zum Endspiel im vergangenen Jahr in Köln gegen Tschechien (1:2) feierten die Russen mit ihm an der Bande 27 WM-Siege in Folge. Die erste WM-Pleite gegen Deutschland war erst die dritte Niederlage unter Bykow - in 37 WM-Spielen.