Bratislava (SID) - Der harte Check gegen den tschechischen Eishockey-Nationalspieler Radek Martinek, der bei der WM bewusstlos vom Eis getragen wurde, hat Folgen. Der Lette Artus Kulda, der beim 2:4 gegen den Weltmeister den NHL-Profi am Kopf traf, wurde vom Weltverband IIHF für drei Spiele gesperrt. "Die Videoaufzeichung zeigt, dass er in ihn hineingesprungen ist und ihn am Kopf und im Nackenbereich getroffen hat", sagte Jan-Ake Edvinsson, Chef der IIHF-Disziplinarkommission.

Martinek hatte nach dem Check gegen die Bande noch versucht aufzustehen, war dann aber bewusslos zusammengebrochen. Noch auf dem Eis wurde ihm eine Halskrause angelegt. Im Krankenhaus wurde eine schwere Gehirnerschütterung diagnostiziert. Erste Befürchtungen, er könne eine Halswirbelverletzung davongetragen haben, bestätigten sich nicht.

"Die Computertomographie hat keine weiteren Verletzungen gezeigt. Aber die Chance, dass er bei der WM noch einmal spielen kann, ist sehr gering", sagte Beat Villiger, der Chef der medizinischen Kommission der IIHF.